Literatur-Studentin Anastasia Steele jobbt nicht nur in einem Baumarkt, sie engagiert sich auch in der Universitätszeitung. Als sie für diese den erfolgreichen Jungunternehmer Christian Grey interviewen soll, ahnt sie nicht, dass die Begegnung ihr Leben von Grund auf ändern wird.

Denn der arrogante Schnösel wird ihr gegenüber schnell anzüglich. Die eher schüchterne Anastasia – beängstigt und fasziniert zugleich - indes weiß zunächst nicht, was sie von Greys Avancen halten soll, kann aber bald seinem Charme und seiner Aura nicht widerstehen.

So wundert es nicht, dass Grey die graue Maus mehr und mehr mit seinen sexuellen Fesselspielchen fesselt und sie schließlich zu seiner Sexsklavin macht ...

Nicht ganz der Wahrheit entsprechend

Galt die Verfilmung der skandalumwitterten Bestseller-Trilogie der britischen Autorin E.L. James ob der sado-masochistischen Inhalte schon im Vorfeld als ebenso skandalös wie die Vorlage (literarisch kann man sie nicht nennen), muss man schnell feststellen, dass dies nicht ganz der Wahrheit entspricht.

Dass sich die Hauptdarstellerin Dakota Johnson – ein ebenso unbeschriebenes Blatt wie Hauptdarsteller Jamie Dornan - bei einer Sexszene gar verletzt haben soll, steigerte das öffentliche Interesse an der Verfilmung. Der Presse indes wurde der Film nicht gezeigt (Warum auch? Geht nur ein Teil der enormen Leserschaft – allein in Deutschland ca. neun Millionen – ins Kino, ist der Erfolg garantiert!).

Schlechte Qualität wurde beibehalten

Die wenigen zur Verfügung gestellten Szenen machen nur eines deutlich: die schlechte Qualität der Vorlage wurde bezüglich Dramaturgie und Dialoge beibehalten, die Sexszenen allerdings massiv auf maximal Softporno-Niveau entschärft.

Mit betulichem Klaviergeklimper werden die meist gewisperten Dialoge sanft untermalt und wenn es um die Enthüllung sexueller Vorlieben gilt, steigert sich die Musik wie in einem Thriller, ohne jedoch dass die Bilder den Hauch eines Thrills vermitteln.

Gepflegte Langeweile zu erwarten

Wenn bei über zweistündiger Laufzeit die Sexszenen nicht einmal 20 Minuten ausmachen, ahnt man, dass einen eher gepflegte Langeweile erwartet. Nicht unbedingt ein Valentinstag-tauglicher Film!