Auf einem Flohmarkt entdeckt der leidenschaftliche Jazz-Fan Michel eines sonnigen Morgens eine seltene Schallplatte. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als das neu erworbene Werk in Ruhe zu Hause und allein anhören und genießen zu dürfen. Doch es scheint, als habe sich die Welt gegen ihn verschworen.

Seine Ehefrau macht ihm ein furchtbares Geständnis, sein unberechenbarer Sohn taucht aus dem Nichts wieder auf, Michels besorgte Mutter ruft ununterbrochen an und zu allem Überfluss findet ausgerechnet an diesem Tag eine große Party in der Nachbarschaft statt.

Um in diesem Chaos endlich einfach nur eine Stunde seine geliebte Schallplatte hören zu können, ist Michel jedes Mittel recht. Dennoch muss der gerissene Lügner all seine Energie einsetzen, damit aus dem sonnigen Morgen kein böser Albtraum wird ...

Böse Komödie über misanthropischen Kleinbürger

Der Titel der Schallplatte , "Me, Myself and I", hätte besser nicht sein können. Regisseur Patrice Leconte adaptiert hier das erfolgreiche Bühnenstück von Florian Zeller (deutsche Erstaufführung im Januar in Hamburg) und erzählt eine böse Komödie über einen misanthropischen Kleinbürger, der in erster Linie nur an sich denkt.

Christian Clavier ("Monsieur Claude und seine Töchter") spielt die Rolle des rasenden Egomanen gekonnt und punktet mit starken wie witzigen Dialogen. Im Gegensatz dazu bleiben die Figuren seiner Schauspiel-Kollegen allerdings blass und ideenlos.

So ist der Grad zwischen guter Unterhaltung und einkehrender Langeweile doch recht schmal geraten.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Nur eine Stunde Ruhe!":