Im Paris des Jahres 1960 nimmt das Leben des Börsenmaklers Jean-Louis Joubert seinen geregelten Gang. Er bewohnt mit seiner Frau und den Kindern ein vornehmes Stadthaus. Das Dienstpersonal, alles Spanierinnen, da Französinnen dieser Tage nur schwer zu bekommen sind, lebt ganz oben unterm Dach. Als eines Tages die Haushälterin der Jouberts überraschend kündigt, bekommt die ebenso junge wie hübsche Maria deren Stelle. Monsieur Joubert entwickelt zu dem Mädchen eine Freundschaft, die ihm bewusst werden lässt, wie langweilig und trist sein Leben eigentlich verläuft. Schon bald trifft er sich auch mit den übrigen Dienstmädchen und lebt merklich auf. Das wiederum führt zu einem Streit mit seiner Frau. Joubert packt seine Sachen und zieht zum temperamentvollen Hauspersonal ...

Und wieder eine jener französischen Filme, die liebevoll eine kleine, aber witzige Geschichte erzählen. Regisseur Philippe Le Guay taucht hier kunstvoll in Frankreich der 1960er und lässt in jener mondänen Zeit Welten aufeinander prallen. Dank sensibler Erzählweise, charmanter Charaktere, toller Schauspieler und wunderbarer Bilder ist dies beste, wenn auch nicht sonderlich tief greifende Unterhaltung – typisch französisch eben.



Foto: Concorde