Nach einem handfesten Krach mit ihrem Mann steht das bayerische Urgestein Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim plötzlich vollkommen allein in der Wüste, irgendwo am Highway nach Las Vegas. Sie quartiert sich in einem heruntergekommenen Motel ein, in dem chaotische Zustände herrschen. Am Anfang ist Jasmin nicht sonderlich begeistert, doch mit der Zeit findet sie Gefallen an den bizarren Gestalten, die das Motel bevölkern. Vor allem ist da der schräge Maler, der auf wohlbeleibte Frauen steht und Jasmin unbedingt als Modell haben will. Und auch eine Original-Lederhose aus Bayern stößt bei einem schwarzen Teenager auf starkes Interesse. So kommt man sich näher ...

Percy Adlons Komödie ist beinahe schon ein Klassiker des deutschen Films. Lange bevor Erfolgsproduktionen wie "Der bewegte Mann" (1994) eine kurzlebige Renaissance des deutschen Kinos einläuteten, hatte "Out of Rosenheim" großen Erfolg und wurde auch jenseits der deutschen Grenzen zur Kenntnis genommen. Adlon inszenierte seinen Film mit leisen, skurrilen Running Gags, in bedächtigem Fluss und mit gutem Gespür für einen inneren Rhythmus. Darüber hinaus lebt der Film auch von der Zweisprachigkeit Bairisch/Englisch, wodurch in der synchronisierten Fassung - idiotisch, so einen Film überhaupt zu synchronisieren - ein Großteil des Sprachwitzes einfach verpufft. Überragend: Marianne Sägebrecht, der - wie man gerne sagt - dieser Film auf den Leib geschrieben wurde.

Foto: Kinowelt