Maya lebt seit 20 Jahren in Paris und geht in ihrem Job als Modemacherin voll auf. Als in dem Haute-Couture-Haus, in dem sie arbeitet, ein lukrativer Designerposten frei wird, setzt sie alles daran, diesen zu bekommen. Dann jedoch schlägt das Schicksal gnadenlos zu: Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle fällt auf, dass ihre Aufenthaltserlaubnis abgelaufen ist. Die Konsequenz: Trotz aller Bemühungen wird die Schöne von den französischen Behörden zurück ins Heimatland Marokko geschickt. So trifft die verwöhnte Großstadtfrau in der Provinz auf längst vergessene Verwandte, einen Bruder, der sie stets ärgert und einen Vater, der sie abgeschrieben hatte. So kennt Maya schnell nur noch ein Ziel: zurück nach Paris um jeden Preis. Erst der schöne Mehdi kann sie von vielen Vorzügen des Heimatlandes überzeugen ...

Die französische Schauspielerin Reem Kherici gab als Femme Fatale in der Agentenfilm-Parodie "Oss 117 - Er selbst ist sich genug" ihr Leinwanddebüt. Jetzt kommt sie als Darstellerin, Autorin und Regisseurin mit einer typischen Culture-Clash-Komödie, zu der sie selbst auch die Idee hatte, in die Kinos. Die erste Kamerafahrt von den Straßen von Paris in die Wohnung der Hauptfigur hat es in sich. Doch das wars auch schon! Als Regisseurin taugt Reem Kherici leider nicht viel: Sie schneidet lediglich eine Fremdschäm-Szene an die andere, wandelt auf ausgetretenen Pfaden und versteht es nicht, zumindest eine Sekunde charmant zu sein. Da waren ähnlich gelagerte Werke wie etwa "Caramel" von der libanesischen Autorin, Darstellerin und Regisseurin Nadine Labaki, um Klassen besser. Schicke Bilder machen nun mal noch keine gute Geschichte.



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