Mit Hilfe einer indischen Journalistin gelang es nach großen Schwierigkeiten, die behördliche Zustimmung zu einem Interview mit der indischen "Banditenkönigin" Phoolan Devi zu bekommen. In den ausführlichen Gesprächen mit ihr, ihren inzwischen freigelassenen Bandenmitgliedern und ihrer Mutter tritt die harte Wirklichkeit einer Frau aus den unteren Kasten Indiens deutlich zutage. Bereits mit elf Jahren wurde Phoolan verheiratet. Der Mann verließ das Mädchen, das dadurch in ihrem Heimatdorf zu einer Verstoßenen wurde, die jede Demütigung über sich ergehen lassen musste. Sie setzte sich gegen die ihr zugewiesene Rolle zur Wehr und nahm, nachdem sie sich einer Räuberbande angeschlossen hatte, Rache für das ihr angetane Unrecht.

Als die noch blutjunge Phoolan Devi sich 1983 der Polizei ergab, ging ihre abenteuerliche Geschichte durch die Weltpresse. Knapp zehn Jahre später begaben sich die deutschen Filmemacher Mirjam Quinte und Pepe Danquart in Indien auf die Suche nach ihr. Sie mussten feststellen, dass sich zahllose Legenden, Fantasien und Interpretationen um die Person der Räuberhauptfrau rankten, die mittlerweile Heldin zahlloser Bücher und Filme war. Die wahre Phoolan sass zu diesem Zeitpunkt immer noch - ohne dass ihr je der Prozess gemacht worden war - im Gefängnis.