Die Geschichte der Brüder Juan und Jorge, die elternlos auf den Straßen von Mexico City aufwachsen. Sie halten eng zusammen, verdienen sich mit Straßenmusik ein paar Pesos und sparen so viel wie nur irgend möglich, um sich einen Traum zu erfüllen: ein eigenes Geschäft, einen Luftballonstand. Doch dann kommt ihnen die Liebe dazwischen. Jorge, der Ältere, verliebt sich in eine Eisverkäuferin. Er plündert die gemeinsame Kasse, um sich ein Hemd kaufen und das Mädchen in ein Straßenrestaurant ausführen zu können...

Es war eine kleine Sensation: In der Nacht vom 25. auf 26. März 2001 wurde in Los Angeles der Münchner Florian Gallenberger für den atmosphärisch dichten Kurzfilm "Gestohlene Träume" mit dem Oscar ausgezeichnet. Lohn für seine Arbeit mit Laiendarstellern in Mexico City. Gallenberger inszenierte den Film als Diplomarbeit an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Der Film lief bereits auf zahlreichen Festivals und gewann mehrere Preise: Unter anderem den Studenten-Oscar 2000, den Filmförderpreis der Stadt München 2000, er war der beste europäische Film beim Filmfestival Brest 2000 und er erhielt den GWFF-Preis als bester Deutscher Absolventenfilm 1999. Zuvor hatte Gallenberger schon mit Übungsfilmen wie "Hure" und "Tango Berlin", der in Venedig gezeigt wurde, auf sich aufmerksam gemacht.