Am 30. April 1944 brennen Faschisten die Budapester Synagoge nieder. Der junge schwedische Geschäftsmann Raoul Wallenberg erklärt sich offen gegen den Nationalsozialismus. Er will möglichst viele Juden vor der Deportation in die Konzentrationslager bewahren ...

In Budapest stellten 1944/45 der Schwede Raoul Wallenberg und der Schweizer Carl Lutz den jüdischen Verfolgten sogenannte "Schutzbriefe" aus und brachten sie in angemieteten "Schutzhäusern" unter. Mehrfach gelang es ihnen, Juden in letzter Minute vor der Deportation in die Todeslager der Nazis oder vor der Ermordung durch ungarische Faschisten zu retten. US-Regisseur Lamont Johnson ("Der letzte Held Amerikas", "Ausbruch der 28") inszenierte vor diesem realen historischen Hintergrund seine zweiteilige, mit mehreren Emmys ausgezeichnete Biographie mit "Dornenvögel"-Darsteller Richard Chamberlain in der Rolle des schwedischen Diplomaten. Fünf Jahre später folgte mit "Guten Abend, Herr Wallenberg" ein weiterer Film um den "schwedischen Schindler". Die Spuren Wallenbergs, der im Januar 1945 in die Sowjetunion entführt wurde, verlieren sich in den stalinistischen Lagern. Auch neueste Nachforschungen, die sich auf Einsichtnahme in Archivakten des sowjetischen Geheimdienstes gründen, können den Verbleib Wallenbergs nicht aufklären.

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