Im Sommer des Kriegsjahres 1944 kommen zwei Männer in das unter deutschem Einfluß stehende Ungarn. Der berüchtigte SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann soll mit seinen Leuten möglichst viele der 750000 in Ungarn lebenden Juden in die Vernichtungslager deportieren. Raoul Wallenberg dagegen wird von der schwedischen Regierung mit einem Diplomatenpass ausgestattet und beauftragt, so viele Juden wie möglich zu retten. Wallenberg, ein eher als weich und ziellos geltender, wohlhabender Kaufmann, macht es sich zur Lebensaufgabe, in Ungarn um jedes einzelne Leben zu kämpfen. In einem Wettlauf mit dem Teufel stattet er bedrohte Juden mit schwedischen Diplomatenpässen aus, lernt lügen, betrügen und wie ein Mörder zu denken, um möglichst viele der Verfolgten zu retten. Nach dem Einmarsch der RotenArmee in Budapest verschleppen die Russen Raoul Wallenberg in die Sowjetunion und lassen ihn in einem Gefängnis verschwinden.

Dem 1936 geborenen schwedischen Regisseur Kjell Grede gelang ein beeindruckendes Porträt eines Lebemannes, der zum kompromisslosen Humanisten wird. Das Schicksal des Schweden Raoul Wallenberg ist übrigens bis heute ungeklärt. Grede begann Anfang der Sechzigerjahre als Drehbuchautor und inszenierte 1967 mit "Hugo und Josefin" sein Spielfilmdebüt. Seine weiteren Werke wie "Harry Munter" von 1969, "Klara Lust" von 1972, "En enkel melodi" von 1974, "Min älskade" von 1979, "Hip hip hurra!" von 1987 sowie der TV-Mehrteiler "En dåres försvarstal" von 1976 waren hierzulande bislang nicht zu sehen.