1750 wird in Gambia der Mandingo-Junge Kunta Kinte geboren. Als er 15 Jahre alt ist, sieht er zum ersten Mal, wie weiße Männer und ihre afrikanischen Helfer gefesselte Schwarze zur Küste treiben. Kurze Zeit später wird er selbst beim Holzsammeln von dem Sklavenjäger Gardner und seinen Männern gefangen genommen und auf ein Segelschiff gebracht. Er soll in Amerika als Sklave verkauft werden...

Damit beginnt eine TV-Odyssee, die ab Januar 1977 in den USA die halbe Nation vor den Fernsehschirm holte. Rund 100 Millionen Amerikaner verfolgten an acht aufeinanderfolgenden Abenden die Geschichte einer Sklavenfamilie, die auch ihre eigene Geschichte war. Zwei Jahre später folgte mit "Roots: The next Generation" eine Fortsetzung, die aber nicht mehr so viel Aufsehen erregte wie die erste Staffel. Nie wieder haben so viele Amerikaner gemeinsam eine Serie verfolgt und diskutiert. Auch in Europa löste die Verfilmung des Alex-Haley- Romans große Betroffenheit aus. Allerdings lässt die historische Genauigkeit oft zu wünschen übrig, denn hier wird mehr an die Gefühle appelliert.