Der abergläubische Schriftsteller Heinz Kersten sieht sich vom Pech verfolgt, seit er vor sechs Jahren und elf Monaten einen Spiegel zerbrochen hat. In Wirklichkeit ist nicht ihm, sondern seinem Diener Paul das Missgeschick passiert. Als nun Kersten die bezaubernde Gertie kennenlernt und sich in sie verliebt, traut er sich nicht, ihr im letzten Monat der sieben Unglücksjahre eine Heiratsantrag zu machen, denn er rechnet mit einem Korb. Da er aber Angst hat, Gertie an einen anderen Mann zu verlieren, vermittelt er seinen Diener Paul an die Eltern Gerties, den Wiener Tierarzt Teisinger und seine Frau. Paul soll auf Gertie acht geben, damit sie sich in niemand anderen verliebt. Statt dessen treibt Paul den an sich schon nervösen Dr. Teisinger zur Verzweiflung. Als er sich der schönen Lilly gegenüber als der berühmte Schriftsteller Heinz Kersten ausgibt, zieht er sich auch noch den Zorn Kerstens zu. Denn Gertie nimmt nun den Heiratsantrag des Herrn Poppelbaum an. Als Paul sieht, was er angerichtet hat, setzt er alle Hebel in Bewegung, damit die Trauung nicht stattfinden kann ...

Im Kriegsjahr 1940 kam diese harmlose Komödie von Regisseur Ernst Marischka in die Kinos. Das seinerzeit allseits beliebte Komiker-Gespann Hans Moser und Theo Lingen durfte wieder einmal das närrische Duo geben, um so die Zuschauer wenigstens während des Kinobesuchs Leid und Elend des Krieges vergessen zu lassen. Hans Moser gab ihr sein berühmtes Lied "Ich muss im früheren Leben eine Reblaus g'wesen sein". Als Gertie ist hier übrigens die österreichische Eiskunstläuferin, Tänzerin und Filmschauspielerin Olly Holzmann (1916-1995) in ihrer ersten großen Filmrolle zu sehen. Seinerzeit ein großer Kassenerfolg, entstand zwei Jahre später mit "Sieben Jahre Glück" eine Fortsetzung.

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