Bill hat einen Geldüberfall perfekt geplant, aber Glück hat er damit nicht. Als er nämlich fliehen will, eröffnet ihm sein Komplize, dass ihre Partnerin mit ihm kommt - und das Geld auch. Bill ist der ältere Sohn eines Baseballstars aus den 50er Jahren, der später in den Zeiten politischen Aktivismus' das Pentagon mit einer Bombe aufschreckt und untertauchen musste. Von der Polizei gefasst, konnte er nach einer Verlegung ins Krankenhaus fliehen. Nun sucht auch sein jüngerer Sohn Dennis den Verschollenen...

Hal Hartley, international renommierter Vertreter des unabhängigen amerikanischen Autorenkinos, zeigt auch in seinem dritten Film gekonnt die Absurditäten eines kleinbürgerlichen Lebens. Seine Filme wirken wie eine Mischung aus amerikanischer Simplizität und europäischer Hintergründigkeit. "Simple Men" ist eine Geschichte um Schuld und Sühne, Freiheit, Liebe und Familie, Traum und Wirklichkeit. Hal Hartley zeigt Menschen am Rande des Abgrunds, die sich entscheiden müssen, die nach den Regeln, nach dem Sinn des Lebens suchen. Das Unberechenbare, das Skurrile des Films korrespondiert mit der stimmungsvollen Farbästhetik, verweist unverkennbar auf ein Vorbild des Regisseurs: "Pierrot le fou" von Jean-Luc Godard. Interessant: Hauptdarsteller Robert Burke versuchte sich später als Robocop in der dritten Kinoversion.