Wegen seltsamer Vorkommnisse an Bord der Weltraumstation Solaris soll ein Psychologe der Sache vor Ort auf den Grund gehen. Als er die Raumstation erreicht, erfährt er schnell, welche seltsamen Dinge dort vorgehen. Denn offenbar werden Personen aus unterdrückten Erinnerungen zu neuem Leben erweckt. So sieht sich der Psychologe plötzlich mit seiner verstorbenen Frau konfrontiert ...

Steven Soderbergh schien seinerzeit auf einem Regie-Höhenflug zu sein, flog aber bei diesem Sciencefiction-Werk deutlich über sein Ziel hinaus. Nach dem gleichnamigen Roman von Stanislaw Lem entstand bereits 1972 unter der Regie von Andreij Tarkowskij eine Solaris. Soderberghs Remake ist zwar entschieden kürzer als Tarkowskijs Version, aber deshalb leider nicht kurzweiliger. Auch wenn die Bilder stimmen, die Story ist viel zu langatmig inszeniert und nutzt nicht die im Roman vorhandenen finsteren Horror-Elemente, sondern reduziert sich - ebenso wie Tarkowskij - mit monotonen Monologen auf die Frage nach dem Sein.

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