Der Psychologe Kris Kelvin erhält den Auftrag, zum Planeten Solaris zu fliegen, weil aus der dort befindlichen Raumstation nur noch verworrene Botschaften zur Erde gelangen. Die Raumstation befindet sich bei Kelvins Ankunft in einem desolaten Zustand. Von der dreiköpfigen Besatzung hat sich der Physiker Gibarjan das Leben genommen, der Kybernetiker Snaut und der Biologe Sartorius befinden sich in höchst befremdlicher Verfassung. Noch mehr schockiert Kelvin die unerklärliche Anwesenheit von unheimlichen Wesen, die Menschen sein könnten. Und er trifft auf Hari, seine Frau, die vor Jahren Selbstmord begangen hatte, worüber Kelvin immer noch Schuldgefühle empfindet. Als Erklärung für diese seltsamen Phänomene bietet sich nur eine ungeheuerliche Hypothese an: Der geheimnisvolle Ozean, der den Planeten Solaris bedeckt, ist ein riesiges übersinnliches Potenzial, das Träume, Ängste und Schuldgefühle der Männer in der Raumstation materialisiert ...

Regisseur Andrej Tarkowskij drehte den Sciencefiction-Film nach dem gleichnamigen, 1961 erschienenen Roman von Stanislaw Lem. Dabei setzte der Regisseur auf die für ihn typischen Strenge und Langsamkeit. Trotz der beeindruckenden Bilder ist dies sicherlich nicht jedermanns Sache, zumal hier eher eine Reise in die Gedankenwelt des Protagonisten denn eine Fahrt durch Weltall oder ähnliches geschildert wird. Hier deutet sich bereits Tarkowskijs obskurantistische Religiösität an, die er in späteren Werken noch stärker vertrat.

Foto: MDR