Hannes ist Meteorologe in der auf 4400 Meter Höhe liegenden Wetterwarte auf dem Montblanc. In der schneidenden Kälte dieser Eishölle erfrieren ihm beide Hände. Er muss runter ins Tal. Doch bei seiner Abfahrt wird er von einem Schneesturm überrascht. Es bleibt ihm nur ein Ausweg: zurück zur Wetterstation. Dort hat der Sturm die Türe aufgerissen und die Fenster zersplittert. Schnee liegt im ganzen Haus. Er sitzt in der Falle. Im Tal arbeitet seine Kollegin Hella Armstrong. Als sie keine Meldung mehr von der Wetterwarte erhält, sorgt sie für Hilfe. Unter ihrer Führung beginnt eine dramatische Rettungsaktion ...

Seit den Anfängen der Filmgeschichte bietet die Beschreibung solcher Unternehmen und deren Scheitern endlos Stoff für spannende Katastrophen-Filme. Das Genre des Bergdramas ist dabei nie zu kurz gekommen. Ein Jahr nach dem Sensationserfolg "Die weiße Hölle vom Piz Palü" drehte Arnold Fanck 1930 mit "Stürme über dem Montblanc" seinen ersten Tonfilm. Große Teile des Originalmaterials des Films galt als verschollen. Die längste noch existierende Fassung wurde im Filmmuseum in Prag gefunden. Sie diente als Basis für eine aufwändige Rekonstruktion, die erstmals auf dem Bildschirm gezeigt wurde. Bei den Dreharbeiten zu den spektakulären Bildern der alpinen Rettungsaktion war für den bedingungslosen Realisten Arnold Fanck die Auseinandersetzung auch mit der größten Gefahr eine Selbstverständlichkeit. Stunts kamen weder für ihn noch für seine Schauspieler in Frage. Neben Sepp Rist, der sich wie ein Hasardeur zwischen Gletscherspalten und Lawinen bewegt, muss auch Leni Riefenstahl einmal mehr in riskanten Szenen ihren Wagemut unter Beweis stellen. In einer Nebenrolle als Flieger: Jagdflieger Ernst Udet, der in der Zeit des Nationalsozialismus als Protegé von Hermann Göring eine hohe Stellung im Reichsluftfahrtministerium inne hatte. Als sich Göring 1941 von ihm abwandte, erschoss sich Udet.

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