Keiner kann Dr. Martin Rogalla leiden. Wenn er durch den Flur des Amtsgerichts geht, fliegen die Türen zu, denn der Staatsanwalt in Potsdam hat den Ruf des "lächelnden Fallbeils" weg. Er gilt als selbstgerecht, listig, penetrant, aber auch kompetent bis zur Unerbittlichkeit. Noch dazu ist Rogalla überzeugter Junggeselle, Kinder sind ihm ein Gräuel. Und Sex mit Freundin Dorothea findet nur zu festgelegten Terminen statt - und dann bestimmt nicht bei ihm zu Hause. Doch eines Tages will sich Dorothea nicht länger damit abfinden ...

Regisseur Ulli Baumann gilt als Meister der leichten und mitunter seichten Unterhaltung, davon zeugen Filme wie "Deutschmänner", "Kein Geist für alle Fälle" und "Callgirl Undercover". Diese Tragikomödie drehte Baumann nach dem Buch von Rolf-René Schneider, der dem durchaus gut aufgelegten Hauptdarsteller Fritz Wepper zuvor schon sechs Episoden der Krimi-Reihe "Mord in bester Gesellschaft" um den Polizei-Psychiater Wendelin Winter auf den Leib schrieb. Doch allein Wepper, der viel Spaß an der Darstellung des Ekelpakets Rogalla zu haben scheint, reicht noch nicht für einen guten Film, denn "Vater aus heiterem Himmel" kommt einfach zu müde und vorhersehbar daher.

Foto: ZDF/Marc Meyerbröker