Trends 2026

Trends mit einer Prise Klassik

19.10.2026, 10.49 Uhr
Der Trendbericht des BVSU zeigt, welche Schmuck- und Uhrenstile derzeit angesagt sind. Von neu interpretierten Klassikern über maximalistische Colliers bis zu plissierten Oberflächen.

prisma hat einen Blick in den aktuellen Trendbericht des Bundesverbands Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V. (BVSU) geworfen und zeigt, welche Styles derzeit beliebt sind.

Klassiker neu interpretiert

Damit es nicht langweilig wird, werden Klassiker modern interpretiert – beispielsweise mit eckigen oder ovalen Diamanten, mit schlankeren Formen, Flexibilität oder modularen Veränderungsmöglichkeiten. Gold und Platin, Diamanten und Farbedelsteine unterstreichen den Anspruch an Hochwertigkeit. Synthetische Diamanten eröffnen ein neues Spektrum an Designs, an größeren Formen und vielfältigen Farben. Sie sind perfekt, um die Brücke zwischen Klassikern und Trends zu schlagen.

Hingucker am Hals

Maximalismus ist auch am Hals gefragt. Der Schmuck darf gerne auffällig und viel sein. Der BVSU nennt zwei Varianten des Trends: Zunächst fallen große Colliers ins Auge, die sich am besten mehrreihig um Hals und Dekolleté schlingen und mit auffallenden Steinen verführen. Doch auch lange Ketten haben ihren großen Auftritt. Talismane oder Amulette sind als große Anhänger beliebt. Die Form selbst – grafisch klar, kunstvoll abstrakt oder dekorativ und detailreich – ist insgesamt eher zweitrangig. Stattdessen kommt es auf die Größe an. Mehrere Lagen sind erlaubt und erwünscht, auch bei Perlen.

Plissierte Oberflächen liegen im Trend.

Neues aus der Uhrenwelt

Die Uhrenwelt setzt zunehmend auf zeitlose Klassiker statt auf kurzlebige Trends: Runde Gehäuse, tragbare Größen, klassische Dreizeigeruhren und mechanische Werke stehen für Beständigkeit und Langlebigkeit. Schlichte Modelle werden durch dezent farbige Zifferblätter modern interpretiert. Damenuhren mit Gold, Edelsteinen, Gravuren und kunstvollen Verzierungen nehmen den Charakter von Schmuck an und offenbaren oft erst auf den zweiten Blick ihr Zifferblatt. Bei Herrenuhren sorgen markante Zifferblattstrukturen, Scratch-Optiken und matte Oberflächen für Individualität und zurückhaltende Eleganz. Auch die Haptik gewinnt an Bedeutung – etwa durch geriffelte Lünetten.

Hand- und Augenschmeichler

Fließende Formen und anatomisch angepasste Designs: Flexible, anschmiegsame Schmuckstücke sind nicht mehr wegzudenken. Vor allem Edelsteinschmuckstücke präsentieren sich mit weichen, abgerundeten Formen als wahre Handschmeichler. Farben dürfen gerne gemixt werden – aber nicht in starken Kontrasten, sondern harmonisch kombiniert: Warme Rot-, Rosé- und Apricot-Töne stehen neben kühlen Nuancen wie Flieder, Hellblau und Mintgrün.

Statements am Ohr

Während Ringe und Armschmuck laut dem Trendbericht des BVSU Leichtigkeit propagieren, trumpft der Ohrschmuck auf. Große Stücke, die wieder paarweise getragen werden, lenken alle Blicke auf sich. Manche Ohrringe ranken sich dabei am Ohr entlang. Die im Herbst in der Modewelt beliebten Fransen finden sich auch am Ohrläppchen wieder. Ebenfalls im Trend: große Stecker, die an die 1980er-Jahre erinnern.

Falten

2026 steht man zu seinen Falten, zumindest in Sachen Schmuck. Plissierte Oberflächen und geraffte Strukturen verleihen Spannung und Tiefe und spielen mit Licht und Schatten.