Herbst im Garten

So wird der Garten winterfest

21.09.2026, 02.00 Uhr
Auch im heimischen Garten sollte man nichts dem Zufall überlassen. prisma erklärt, welche Arbeiten im Herbst anstehen: vom Pflanzen der Blumenzwiebeln über die Rasenpflege bis zum Schutz empfindlicher Gewächse.

Wenn die Gartensaison endet, beginnt eine wichtige Arbeitsphase für alle Hobby-Gärtner: Jetzt müssen Pflanzen gesetzt werden, Rasen und Gehölze versorgt und empfindliche Gewächse auf den Winter vorbereitet werden. Der Oktober ist ein guter Zeitpunkt, verschiedenste Blumen zu setzen, etwa Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Krokusse. Dafür sollten die Zwiebeln etwa fünf Zentimeter tief liegen, damit sie vor Frost geschützt sind. Auch Obstbäume können nach dem Laubfall in die feuchte Erde gesetzt werden und bilden dann leichter tiefe Wurzeln. Beim Pflanzen sollte der Boden gut gelockert und anschließend gründlich gewässert werden. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit länger im Boden und schützt junge Wurzeln vor starken Temperaturschwankungen.

Den Rasen nicht überfordern

Ob im Oktober noch gemäht werden muss, hängt vom Zustand des Rasens ab. Kahle Stellen lassen sich nach einem trockenen Sommer nachsäen. Für die letzte Düngung eignet sich ein kaliumreicher Herbstdünger. Er stärkt die Zellwände und verbessert die Frostverträglichkeit der Gräser.

Beim Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen ist Zurückhaltung sinnvoll. Koniferen und immergrüne Gehölze wie Kirschlorbeer können noch einen Formschnitt erhalten, der auch vor Schneebruch schützen kann. Bei den meisten anderen Pflanzen sollte der Schnitt bis zum Winterende warten. Stauden bleiben am besten bis zum Frühjahr stehen – das schützt sie und bietet Tieren Unterschlupf. 

Für Tiere wie den Igel ist es wunderbar, wenn man Laub und Äste bis in den Frühling liegen lässt, zumindest in ein, zwei Ecken, etwa unter einer Hecke. Für die meisten Pflanzen ist es aus gärtnerischer Sicht zudem besser, sie im Winter so zu belassen, wie sie sind, um sie erst im Frühjahr, etwa im März, zurückzuschneiden.

Vor den ersten starken Frösten lohnt sich außerdem ein Kontrollgang durch den Garten. Dabei lassen sich lose Äste, beschädigte Triebe und morsche Pflanzenteile rechtzeitig entfernen. Werkzeuge sollten nach dem Einsatz gereinigt und trocken gelagert werden.

Bei Rosen genügt es, alte Blüten und Knospen zu entfernen, in denen Schädlinge überwintern könnten. Das Schnittgut gehört in den Hausmüll.

Mediterrane Gewächse ins Winterquartier bringen

Alle Kübelpflanzen, die den ganzen Sommer blühen, wie Geranien, Fuchsien, Plumbago oder Oleander, sollten hereingeholt werden. Sie können in der Regel  nicht draußen bleiben. Olivenbäume oder ähnliche Pflanzen vertragen vielleicht frühmorgens ein bisschen Bodenfrost, ein bis zwei Grad unter null für ein paar Stunden, aber wenn es den ganzen Tag minus ein bis zwei Grad ist und der Wind pfeift, geben auch sie auf.

Hibiskus, Oleander, Bougainvillea, schon erwähnte Olivenbäumchen und Zitruspflanzen sollten wegen ihrer geringen Frostverträglichkeit ebenfalls jetzt ins Haus. Eine Garage eignet sich als Quartier; dort reicht meist eine Wassergabe pro Monat. In beheizten Räumen müssen die Pflanzen häufiger gegossen werden. Feigenbäume können draußen bleiben und werden nur bei richtig kaltem Wetter mit Vlies oder Jute eingepackt. Diese Pflanzen sind für minus fünf bis minus zehn Grad ausgelegt, je nach Region. Wichtig ist es, keine Plastikfolie zu verwenden, denn wenn im Januar die Sonne scheint, kann es unter der Folie 25 Grad warm werden, und die Pflanze kocht. Zudem bleibt es feucht, und Pilze können die Pflanze schädigen. Sie erfriert nicht, aber verfault. Deshalb nur Jute oder Vlies verwenden, um vor Wind und den kältesten Minusgraden zu schützen. Töpfe kann man mit Noppenfolie einpacken, um sie warm zu halten.