Das filmische Kriegstagebuch "12 Tage, 12 Nächte in Damaskus" zeigt, wie es in der Hölle des Syrien-Krieges tagtäglich zugeht.

Es ist wohl die zynische Abstumpfung durch die immer gleichen Schreckensbilder, die viele Menschen verdrängen lässt, dass der Krieg in Syrien bereits seit sechs Jahren anhält. Dabei machen allein die Zahlen deutlich, dass der Konflikt um die Macht im Nahen Osten, der einst mit friedlichen Demonstrationen gegen den hoch umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad begonnen hatte, sich längst zur bislang schwersten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts ausgewachsen hat. Mehrere Hunderttausende Tote sind zu beklagen – mehrheitlich Zivilisten. Millionen Syrer befinden sich auf der Flucht. Wie es inmitten ihrer zerstörten Heimat zugeht, zeigt das preisgekrönte filmische Kriegstagebuch "12 Tage, 12 Nächte in Damaskus", das die ARD nun um Mitternacht zeigt.

Es ist ein eindrückliches Zeugnis aus dem Zentrum eines unvorstellbar schrecklichen Krieges: Regisseurin und Journalistin Roshak Ahmad, als Tochter einer kurdischen Familie in Syrien aufgewachsen, berichtet in ihrer Dokumentation vom brutalen Häuserkampf zwischen Assad-Getreuen und der Freien Syrischen Armee im Jahr 2013.

Das Vertrauen eines Anführers einer Widerstandsgruppe gegen das Assad-Regime konnte sie gewinnen – entsprechend nah kommt sie den Kampfhandlungen. Heckenschützen, Blockaden, Ausharren in Häusern: Das filmische Kriegstagebuch dokumentiert den Schrecken an vorderster Front – ebenso wie die Widerstandskämpfer, die vor dem Krieg einfache Büroangestellte oder Studenten waren. Die Gefechte zwischen ihnen und den Truppen Assads in Damaskus' südlichem Stadtteil Yarmouk dauern zwölf Tage und zwölf Nächte lang.


Quelle: teleschau – der Mediendienst