Bernd Stelter ist nicht nur Bühnen-Talent, sondern auch Autor – und auch sein zweiter Krimi spielt in Holland. Ein Gespräch über unsere Nachbarn.

Ihr zweiter Krimi heißt "Der Killer kommt auf leisen Klompen", ein Titel, über den wir reden müssen ...

Gerne. Ich will damit zwei Dinge sagen: Ja, das ist ein Krimi, und er ist spannend. Und ja, ich bin Komiker – und so schreibe ich auch. Ich schmunzle gern. Und dann sagt er auch, dass das Buch in Holland spielt.

Sie fahren auch privat nach Holland. Schreiben Sie dort?

Ja, auf einem Campingplatz, wenn ich fleißig bin, fünf bis sechs Seiten am Tag. Das heißt, ich brauche drei Monate, die ich nur schreibe.

Und die Menschen dort?

Die tauchen natürlich in den Büchern auf, aber sie wissen nicht, was mit ihnen passiert (lacht). Ich habe zum Beispiel einen Nachbarn, der war holländischer Polizist, das ist natürlich die Krönung!

Ein schmaler Grat ...

Oh ja, da muss man aufpassen. Aber die Camper müssen ja auch schrullig sein, und das sind sie auch. Und bisher haben sie sich noch nicht geweigert, weiter mit mir Urlaub zu machen.

Und wie viel Holland steckt in dem Buch? Ist es ein versteckter Reiseführer?

Nein, aber es ist das Porträt einer Region. Und wenn ein Restaurant vorkommt und da steht, das war lecker, dann kann man da hingehen. Die habe ich alle Probe gegessen.

Was macht für Sie als Komiker den holländischen Humor aus?

Die haben nicht den Hang zu unbedingter Political Correctness, sind aber auf liebenswerte Art lustig – eine sehr, sehr intelligente Form von Humor.

Florian Blaschke führte das Interview.