Es ist wirklich eine "unglaubliche Geschichte", die Frédéric Chaudier und Frédéric Zamochnikoff hier erzählen: Jedermann kennt den Roten Teppich und die Goldene Palme von Cannes.

Von Philippe Erlanger, einem Kunstkritiker und Schriftsteller, und von Jean Zay, dem damaligen französischen Kunst- und Bildungsminister, wurde das Festival für 1939 geplant. Cannes sollte ein Gegengewicht zu den nationalsozialistischen Propagandafilmen schaffen und den internationalen Kulturaustausch fördern. Doch das Festival scheiterte wegen des Kriegsausbruchs. Der Film "Cannes, die unglaubliche Geschichte" erinnert am Tag nach der Eröffnung des diesjährigen Festivals (8. bis 19. Mai 2018) an diese Zeiten.

Zay trat von seinem Ministeramt zurück, wurde als Soldat in Marokko verhaftet und wegen Fahnenflucht angeklagt. 1944 wurde er von der Vichy-Regierung hingerichtet. Philippe Erlanger setzte dann seine Arbeit alleine fort, und am 20. September 1946 wurde das bedeutendste Filmfestival der Welt endlich eröffnet, 2018 konnte es den 70. Geburtstag feiern.

Der Film "Cannes, die unglaubliche Geschichte" zeigt Privatdokumente und Aufnahmen aus allen Epochen des Festivals; die Schauspielerin Charlotte Rampling berichtet von den aufregenden Anfängen an der Côte d'Azur.


Quelle: teleschau – der Mediendienst