Im Dreißigjährigen Krieg litt Europa unter Hunger und Seuchen. Eine internationale Ko-Produktion verfilmt die Schrecken der entbehrungsreichen Zeit nun als Serie.

2018 wird es genau 400 Jahre her sein, dass mit dem Prager Fenstersturz einer der gewalttätigsten und folgenreichsten Konflikte auf europäischem Boden seinen Anfang nahm. Der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerung auf erschreckende Weise, zugleich stand an seinem Ende die Grundordnung für das heutige Europa.

Eine internationale Ko-Produktion bringt jene entbehrungsreichen Jahre nun als Serie ins Fernsehen: "Die eiserne Zeit – Leben und Lieben im Dreißigjährigen Krieg" erzählt in sechs knapp einstündigen Episoden vor allem vom Alltag der Kriegsjahre. Nun begann in Lettland der Dreh zu dem Spektakel, das unter anderem aus Deutschland, Frankreich und Schweden finanziert wird.

"Historisch präzise bis ins Detail"

"Am Ende dieses Krieges haben unsere Vorfahren vor 400 Jahren den Grundstein für Europa gelegt. Ich möchte mit der Serie eine Möglichkeit schaffen, diese Zeit zu erleben, als wären wir dabei – historisch präzise bis ins Detail", ließ Produzent Gunnar in einer Mitteilung wissen. Im Zentrum der Serie stehen deshalb die Menschen und ihr Umgang mit Krieg, Hunger und Seuchen, die sich rasend schnell ausbreiteten. In Süddeutschland etwa raffte der Dreißigjährige Krieg zwei Dritten der Bevölkerung dahin.

Als Basis dienen der Produktion Tagebücher der Protagonisten – vom einfachen Söldner zu berühmten Persönlichkeiten wie Elisabeth Stuart. Der Dreh zum Historien-Event läuft voraussichtlich noch bis Mitte November, die Ausstrahlung der Serie ist für den Sommer 2018 auf ARTE und ZDFinfo geplant.


Quelle: teleschau – der Mediendienst