Tim Mälzer geht in den neuen Folgen der Verbraucherschutz-Reihe den Fragen nach der Herkunft, der Qualität und der Öko-Bilanz von Lebensmitteln auf den Grund.

Deutschland ist das Land der gutgläubigen Konsumenten. Und oft ein Paradies für die Trickser und Täuscher unter den Marketing- und Werbestrategen. So herrscht in den Lebensmittelabteilungen der großen Supermarkt- und Discounter-Ketten eine wahre Flut von Etikettierungen und vermeintlichen Gütesiegel vor, die alle in der Regel für sich genommen etwas Positives verheißen. Doch kann man sich auf Hinweise wie "Aus regionalem Anbau" oder selbst eigentlich Zweifelfreies wie den Aufdruck "Frischmilch" wirklich verlassen? In der ersten neuen Folge der Reihe "Lebensmittel-Check mit Tim Mälzer" macht der forsche Hamburger Koch, der zwar als Star am Herd gilt, sich seine zupackende, hemdsärmelige Art aber erhalten hat, auf eine Spurensuche. Und er verlangt seinen eigenen Köchen – und einer "Versuchsfamilie" – einiges ab.

Natürlich möchte in einer idealen Welt wohl kaum ein Genießer etwas anderes zu sich nehmen als Produkte von "glücklichen" Tieren, gehandelt zu "fairen" Konditionen und möglichst natürlich auch noch aus der unmittelbaren Region. Doch was gut klingt, kann oft nur gut gemeint sein: Wie die Rercherche-Teams aus der ARD-"Check"-Reihe errechnet haben, legen die Waren in einem üblichen gut gefüllten deutschen Warenkorb oft mehrere Zehntausend Flugkilometer zurück. Selbst vermeintlich heimische Agrarprodukte wie Kartoffeln oder Erdbeeren reisen gelegentlich rund um die Welt. Und nicht wirklich jede "Frischmilch" stammt von einem idyllischen Bauernhof vor den Toren der Großstadt.

Spannender Selbstversuch mit einer Testfamilie

Selbst ein in kulinarischen Dingen bestens bewanderter Profi wie Tim Mälzer blickt – das gibt er in den neuen Folgen der beliebten ARD-Verbraucherschutzreihe offen zu – in der globalisierten Welt oft nicht mehr ganz durch. Umso verständlicher, dass der "Hamburger Jung" den Dingen mal wieder auf den Grund gehen möchte: Mälzer besucht Verbraucherschützer und Lebensmittelexperten, sieht sich aber auch selbst bei landwirtschaftlichen Erzeugern, Großmarkthändlern oder etwa in Molkereien um.

Außerdem macht Mälzer mal wieder die Probe auf Exempel: Er verpflichtet seine eigenen Köche, die in seinen Restaurants am Herd stehen, bei der Zusammenstellung der Speisekarte darauf zu achten, dass sich auch tatsächlich jedes verwendete Produkt zu seinem Erzeuger zurückverfolgen lassen kann. Außerdem schickt er eine TV-Testfamilie in einen spannenden Selbstversuch: Die Probanden sollen fünf Wochen lang nur "regional" essen. Und das mitten im Frühjahr. Kann das klappen?

In der Folgewoche beschäftigt sich Tim Mälzer in der zweiten neuen "Lebensmittel-Check"-Ausgabe am Montag, 11. Dezember, ebenfalls um 20.15 Uhr, mit dem Preiskampf auf dem Lebensmittelmarkt und den Auswirkungen einer industrialisierten Landwirtschaft. In Folge drei am Montag, 18. Dezember, wirft er die Frage auf, ob man überhaupt "gesund ernährt" über die anstehenden Weihnachtstage kommt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst