Die Reichen setzen sich ab, die Armen sind abgehängt. Und die Mittelschicht kämpft gerade in reichen Ländern wie Deutschland ums Überleben. Woran liegt das gefährliche Auseinanderdriften der Gesellschaft? Eine Primetime-Reportage der WDR-Autoren Julia Friedrichs, Fabienne Hurst, Andreas Spinrath und Michael Schmitt will diese Frage beantworten.

Unter dem Titel "Was Deutschland bewegt" produzieren wechselnde ARD-Anstalten sechs Reportagen für den Montagabend. Anschließend soll des Öfteren um 21 Uhr in einer "Hart aber fair"-Runde mit Frank Plasberg darüber diskutiert werden – auch diesmal ist der Talk zum Reportagenthema angesetzt.

Weltweit führende Forscher und Experten zum Thema Ungleichheit kommen in dem Beitrag zu Wort: Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, Ökonom Thomas Piketty oder Brooke Harrington, die intensive Feldforschung bei den Anlegern der internationalen Finanz-Elite betrieben hat. Branko Milanovic, Chef-Ökonom der Weltbank, zieht eine bittere Bilanz der Globalisierung: Verlierer, sagt er, seien die unteren Mittelschichten der reichen Länder – wie Deutschland: "Diese Menschen verdienen heute das, was sie auch schon vor 20 Jahren verdient haben." Interessant auch diese Info aus dem Film: Schon mit einem Vermögen von 17.000 Euro gehört man in Deutschland zu den oberen 50 Prozent der "Wohlhabenden".

Die mutige Reihe "Was Deutschland bewegt" holt politisch-gesellschaftliche Fragen mit genauem Blick in die Primetime, dafür darf man das Erste loben. Am 14. Mai folgt "Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln" – ein Film vom Hessischen Rundfunk. Danach wird die Sendereihe eine kurze Pause einlegen. Der Pfingstmontag, 21. Mai, ist einem neuen "Tatort" aus Dresden vorbehalten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst