Bissige Filmsatire

Satire trifft auf große Egos: "Der beste Film aller Zeiten" bei ARTE

14.10.2026, 13.23 Uhr
"Der beste Film aller Zeiten" ist eine Satire über das Filmemachen mit Antonio Banderas, Oscar Martínez und Penélope Cruz. Regie führen Gastón Duprat und Mariano Cohn.

"Ich sehe schon vor mir, wie man uns den Oscar überreicht im Dolby Theatre." Félix (Antonio Banderas) und Iván (Oscar Martínez) haben große Träume, als sie mit ihrem Film loslegen. Aber schon bald bereuen die beiden Stars, dass sie überhaupt für das Projekt zugesagt haben. Kunst für die Kunst, Kunst für Ruhm und Reichtum, Kunst für große Egos: In diesem breiten Spektrum bewegt sich "Der beste Film aller Zeiten", die Satire des argentinischen Autoren- und Regie-Duos Gastón Duprat und Mariano Cohn, die am 14. Oktober um 20.15 Uhr bei ARTE zu sehen ist.

Es beginnt mit einer wahnwitzigen Idee. Der Milliardär Humberto Suárez (José Luis Gómez) möchte sich zu seinem 80. Geburtstag selbst beschenken. Nicht mit irgendeinem neuen Schloss oder einem teuren Gemälde, das hat er alles schon. Was ihm vorschwebt, ist der "beste Film aller Zeiten". Dafür werden dann auch die besten Leute engagiert, die das Filmgeschäft zu bieten hat: die beiden gefeierten, aber sehr unterschiedlichen Schauspiel-Stars Félix Rivero (Antonio Banderas) und Iván Torres (Oscar Martínez), dazu die exzentrische Regisseurin Lola Cuevas (Penélope Cruz).

Eines der "unnatürlichsten und komplexesten Dinge der Welt"

Die Dreharbeiten verlaufen desaströs, eine gemeinsame Vision gibt es nicht, bald fliegen Stühle. Duprat und Cohn geht es nicht in erster Linie darum, dass "Der beste Film aller Zeiten" wirklich der beste Film aller Zeiten sein soll. Vielmehr liefern die beiden hier einen bitterbösen Hinter-den-Kulissen-Blick auf das Filmemachen selbst. Mit allen möglichen Perversionen und Eskapaden, mit großen Egozentrikern und mit herausragenden Hauptdarstellern. Wie Penélope Cruz da auf ihrem Regiestuhl sitzt und mit Diven-Gehabe die Crew in den Wahnsinn treibt – man merkt, dass alle Beteiligten großen Spaß an diesem Film hatten.

Und eben aus Erfahrung sprachen: Ko-Regisseur Cohn sagte gegenüber "Variety", dass Banderas, Cruz und Martínez eigene Erlebnisse miteingebracht hätten. Ihr Film sei "eine intensive Destillation des Universums", das die beiden Regisseure am besten zu kennen glaubten – "das von Regisseuren und Schauspielern, die versuchen, eines der für mich unnatürlichsten und komplexesten Dinge der Welt zu tun: einen Film zu drehen", so Cohn.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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