Sarandon festgenommen

Hollywood-Star bei Demo in New York festgenommen

25.09.2026, 09.34 Uhr
Die Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon ist bei einer Protestaktion in New York festgenommen worden. In der US-Stadt hatte Sarandon gemeinsam mit anderen Demonstranten gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu protestiert.

Am Donnerstag protestierten Demonstranten in New York gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Bei der Protest-Aktion wurden mehrere Menschen festgenommen, darunter auch Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon (79) und die Schauspielerin Hannah Einbinder (31).

Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP ist zu sehen, wie Sarandon bei der Demonstration in Handschellen gelegt und abgeführt wird. Die "New York Post" berichtete, dass auch Einbinder bei der von "Jewish Voice for Peace" organisierten Demonstration abgeführt worden sei.

Eine Sprecherin der New Yorker Polizei erklärte, dass es wegen einer "nicht angemeldeten Demonstration" zu einem Einsatz gekommen sei. Die Demonstranten hätten mit einem Sitzstreit eine Kreuzung blockiert und seien den Anweisungen der Polizei, "den Ort zu verlassen" nicht nachgekommen. Laut der Sprecherin seien mehrere Personen, die sich den Anweisungen widersetzt hätten, festgenommen worden. Eine konkrete Zahl habe die Polizei nicht genannt.

Susan Sarandon verlor wegen politischen Engagements Rollen

Susan Sarandon, die durch ihre Rollen in "Thelma & Louise", "The Rocky Horror Picture Show" und "Die Hexen von Eastwick" bekannt geworden ist, gilt als lautstarke Kritikerin des israelischen Vorgehens im Gazastreifen. Bei den Filmfestspielen in Venedig erklärte sie jüngst, dass sie aufgrund ihres politischen Engagements sogar Aufträge verliere: "Mir wurden erst kürzlich wieder Filmrollen weggenommen, weil es Agenturen gibt, die den Leuten immer noch raten, mich nicht zu engagieren. Aber so ist nun einmal die Machtstruktur".

Hannah Einbinder erklärte in einem Interview gegenüber "Variety" zu ihrer politischen Position: "Ich denke nicht, dass meine kleine Karriere auch nur über einem Menschenleben stehen sollte. Das hier ist eine Verpflichtung – und ich werde ihr immer nachkommen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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