MDR-Kündigungspläne

Peter Kloeppel warnt vor AfD-Angriffen auf die Medienfreiheit

02.09.2026, 09.04 Uhr
Peter Kloeppel kritisiert die Vorhaben der AfD bezüglich des MDR und warnt vor Angriffen auf die Medienfreiheit. Der frühere RTL-Nachrichtensprecher fordert eine öffentliche Verurteilung der Pläne der Partei.
Peter Kloeppel
Der ehemalige RTL-Moderator Peter Kloeppel positioniert sich klar gegen die AfD.  Fotoquelle: 2016 Getty Images/Christian Augustin

"Angriffe auf durch die Verfassung und Gesetze festgeschriebene Medien-Institutionen darf es nicht geben", sagt Peter Kloeppel, "seien es der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder private Medien." Im Interview mit dem Branchendienst "DWDL.de" äußerte sich der einstige RTL-Nachrichtensprecher nun deutlich zu den Plänen der AfD in Sachsen-Anhalt, den MDR-Staatsvertrag im Falle einer Regierungsübernahme zu kündigen.

"Allein solche Ankündigungen und Pläne der AfD zeigen, wessen Geistes Kind die Partei ist", betonte Kloeppel. Diese Positionen könne "man nicht oft genug öffentlich machen" und "verurteilen", befand der 67-Jährige und fragte: "Wollen wir tatsächlich in einem Land leben, und sei es auch nur ein Bundesland, in dem eine Partei die Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit beschränkt?" Sein eindringlicher Appell: "Wehret den Anfängen!"

Kloeppel: Journalismus als Bestandteil einer "demokratischen, pluralistischen Gesellschaft"

Wie Kloeppel im "DWDL"-Interview zudem ausführte, seien "Attacken und Untergrabungsversuche" in Richtung des Journalismus meist von denjenigen zu beobachten, "die Meinungs- und Medienvielfalt nicht akzeptieren, weil andere Sichtweisen ihr eigenes, mit mehr oder weniger hohen Zäunen umgebenes Weltbild in Frage stellen". Dabei, mahnte der einstige RTL-Chefredakteur, sei "unabhängiger, kritischer, konstruktiver Journalismus" wesentlicher Bestandteil "einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft".

Bereits 2024 hatte Peter Kloeppel, der in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet wird, klar Stellung zur AfD bezogen. Wenige Monate vor seinem Rückzug als News Anchor riet er Wählerinnen und Wählern in einem "stern"-Interview, die Aussagen von AfD-Politikern stets kritisch zu hinterfragen: "Gleichen Sie die Realität ab mit den Weltuntergangsszenarien und Unwahrheiten, die die AfD verbreitet."

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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