"War völlig nutzlos": Prinz Harry räumt Depression nach Megxit ein
Anfang Januar 2020 entschieden sich Prinz Harry und seine Frau Meghan für einen weitreichenden Schritt: Sie ließen ihr königliches Leben hinter sich, ebenso wie ihre Heimat Großbritannien. Dieser radikale Neuanfang ging an Prinz Harry nicht spurlos vorbei, wie unter anderem "Bild" berichtet. Wie er nun in einer Videolektion für den Online-Kurs von US-Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor einräumte, machten ihm nach dem Megxit massive psychische Probleme zu schaffen.
"Wir sind nach Kanada gezogen, um etwas Abstand von allem zu gewinnen und einfach nachdenken zu können", blickte der 42-Jährige zurück. "Schon zwei oder drei Tage, nachdem ich diese stressige Umgebung verlassen hatte, erlebte ich einen Adrenalinabfall, wie ich ihn noch nie zuvor gespürt hatte." Hilfe im Haushalt habe seine Frau damals nicht erwarten dürfen, er sei "völlig nutzlos" gewesen.
Nach Dianas Tod: Harry fühlte sich "schuldig bei dem Gedanken, glücklich zu sein"
Nach der gemeinsamen Erklärung mit seiner Ehefrau Meghan, ihren Status als arbeitende Royals aufzugeben, machten die neuen Lebensumstände Prinz Harry zu schaffen. "Ich rutschte tatsächlich für etwa zwei Wochen in eine Depression und hatte das Gefühl, ohne Adrenalin nicht mehr funktionieren zu können", beschrieb Harry sein damaliges Seelenleben. Er vermutete, die Ursache sei gewesen, dass sich sein Körper nach Jahren permanenten Drucks endlich entspannt habe.
Ein einschneidendes Erlebnis im Leben von Prinz Harry war auch der Unfalltod seiner Mutter Diana im Jahr 1997. "Man würde denken, ich hätte die beste Hilfe der Welt gehabt. Ich bin schließlich ein Prinz", setzte der Brite an. "Aber ich trauerte immer noch und hatte keinen Platz für diese Gefühle." Beinahe 20 Jahre lang nach dem Tod seiner Mutter habe er es nicht fertiggebracht, zu weinen. "Ich war überzeugt, das sei Stärke", beschrieb Prinz Harry einen Irrglauben.
Noch schlimmere Auswirkungen auf seine Psyche hatte etwas anderes. "Ich fühlte mich schuldig bei dem Gedanken, glücklich zu sein", erklärte Harry in dem Video. Dank einer Therapie habe er dann jedoch einen gesünderen Umgang mit dem großen Verlust gefunden. "Was ich herausfand, war, dass sie einfach wollte, dass ich glücklich bin", umriss Harry die zentrale Erkenntnis.
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH