Drohnenabwehr

"ARD Wissen: Game of Drones": Alle Infos zur Doku über Drohnen

31.08.2026, 06.15 Uhr
Die ARD-Doku zeigt, wie Drohnen Alltag, Rettungseinsätze und Kriegsführung verändern. Im Fokus stehen Chancen, Risiken und neue Abwehrtechnik.

Drohnen gehören längst zum Alltag. Und gleichzeitig sorgen sie für immer größere Sicherheitsprobleme. Ob über Flughäfen, Kraftwerken oder Militäranlagen: Die unbemannten Fluggeräte werfen zunehmend Fragen nach Schutz, Kontrolle und Verteidigung auf. Die neue ARD-Doku "ARD Wissen: Game of Drones" geht diesen Fragen nach und zeigt, wie Deutschland auf die neue potenzielle Bedrohung aus der Luft reagieren will.

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ARD Wissen: Game of Drones
Dokumentation • 31.08.2026 • 22:50 Uhr

Ausgangspunkt ist ein Vorfall, der die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur verdeutlicht: Anfang Oktober 2025 legt eine Drohne den Flugbetrieb am Münchner Flughafen zeitweise lahm. Dutzende Flüge fallen aus, Tausende Reisende stranden. Solche Ereignisse sind keine Ausnahme mehr. Allein 2025 wurden an deutschen Flughäfen mehr als 220 drohnenbedingte Zwischenfälle registriert. Auch über Kraftwerken, Raffinerien oder Häfen tauchen immer wieder unerlaubte Fluggeräte auf.

"ARD Wissen: Game of Drones": Drohnen als Sicherheitsrisiko

Wissenschaftsjournalist Manuel Stark macht sich auf die Suche nach Antworten. Im Drohnentestzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet er, mit welchen Technologien sich unerwünschte Drohnen stoppen lassen. Gezeigt werden Verfahren wie "Jamming", bei dem die Funkverbindung gestört wird, oder "Spoofing", das Navigationssignale manipuliert und Drohnen zur Landung zwingt. Zudem erhält Stark Einblicke in moderne Abfangdrohnen, die speziell für die Drohnenabwehr entwickelt werden.

ARD-Doku zeigt Chancen und Risiken der Drohnentechnik

Die Doku zeigt jedoch auch die positiven Seiten der Technologie. Drohnen helfen bei der Suche nach Vermissten, unterstützen Feuerwehr und Rettungsdienste oder liefern nach Naturkatastrophen wichtige Lagebilder. Gleichzeitig verändern sie weltweit die Kriegsführung. In Konflikten wie in der Ukraine oder im Iran kommen sie als kostengünstige und flexible Waffensysteme zum Einsatz. Auch die Bundeswehr investiert inzwischen verstärkt in Drohnentechnik und trainiert den Einsatz etwa zur Aufklärung, Minenräumung oder zum Schutz militärischer Einrichtungen.

Wie groß der Nachholbedarf Deutschlands tatsächlich ist, ordnet Sicherheitsforscher Frank Sauer ein. Sein Urteil fällt kritisch aus: Im internationalen Vergleich gebe es bei den deutschen Streitkräften weiterhin erheblichen Aufholbedarf.

Manuel Stark besucht Drohnenproduktion in Lettland

Für weitere Einblicke reist Manuel Stark nach Lettland. Das baltische Land gilt aufgrund seiner geografischen Nähe zu Russland als Vorreiter bei der Entwicklung moderner Verteidigungsdrohnen. Dort besucht der Reporter eine Fabrik, in der KI-gestützte Abfangdrohnen entstehen, die unter anderem für die Ukraine produziert werden. Ziel ist ein künftiger Drohnen-Schutzwall entlang der NATO-Ostgrenze.

ARD Wissen: Game of Drones – Mo. 31.08. – ARD: 22.50 Uhr

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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