Sophia Thiel über Fitness, Essstörung und mentale Gesundheit
Sophia Thiel zählt zu Deutschlands bekanntesten Fitness-Influencerinnen. Zugleich sprach die 31-Jährige in der Vergangenheit immer wieder offen über die Schattenseiten ihres Berufs. In einem Interview schilderte sie, wie sehr sich ihr Verhältnis zum Sport über die Jahre verändert hat.
Am Samstag, 29. August, trat Sophial Thiel zusammen mit Influencerin Dagi Bee bei der ersten "Jetski Star WM" (20.15 Uhr bei RTL) von Stefan Raab an. Und die 31-Jährige brachte dafür gute Voraussetzungen mit. Denn mit Sport kennt sich Thiel aus: Sie gehört zu den bekanntesten Fitness-Influencerinnen Deutschlands, zählt alleine auf Instagram rund 1,3 Millionen Follower.
Seit mehr als zehn Jahren teilt sie dort und auf YouTube ihre sportliche Entwicklung. Dabei schreckte sie auch nicht davor zurück, über die negativen Folgen und Schattenseiten zu sprechen. Vor fünf Jahren lud sie ihr "wohl emotionalstes, privatesten, intimstes, aber mir persönlich wichtigstes Video" ihrer YouTube-Laufbahn hoch, in dem sie offen ihre Essstörung thematisierte.
Sophia Thiel über Fitness, Essstörung und mentale Gesundheit
Seitdem behandelt Thiel auf ihrem Kanal neben Sport und Ernährung auch Themen wie mentale Gesundheit. Im Interview mit der Agentur teleschau erklärt sie: "Meine Beziehung zum Sport hat sich in den letzten 13 Jahren stark verändert." Anfangs habe sich bei der Sportlerin alles um ihre Optik gedreht: "Meine Workouts und Ernährung sollten primär mein Aussehen verändern, ich habe mich sehr mit anderen verglichen und habe versucht, in ein bestimmtes Schönheitsideal zu passen." Mittlerweile setze sie den Fokus auf langfristige mentale und körperliche Gesundheit.
Sophia Thiel zieht klare Grenzen bei Druck und Perfektionswahn
Zwar sei sie immer noch ein ehrgeiziger Mensch, setze sich heute aber klare Grenzen. "Sobald der Spaß darunter leidet, ich verkrampfe und vielleicht sogar mein Umfeld darunter leidet, ziehe ich eine Grenze", betont Thiel. Sie weiß heute: "Enormer Druck und Perfektionswahn haben mich in der Vergangenheit nie langfristig weit gebracht."
Dass es zu viel wird, erkennt die gebürtige Rosenheimerin vor allem an körperlichen Signalen wie Schlafstörungen, starkem Heißhunger, "oder wenn ich aus Nervosität an meinen Fingern herumbeiße", so Thiel. "Daran merke ich ganz gut, dass der Druck gerade zu groß wird." Geholfen habe ihr auch, sich verstärkt mit den Themen mentale Gesundheit und Therapie auseinanderzusetzen. Dadruch habe sie "mittlerweile ganz gute Skills und Techniken für mich herausgefunden, um schnell wieder ins Gleichgewicht zu kommen".
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH