ProSieben-Moderator

Stefan Raab rief ihn persönlich an: So bekam Steven Gätjen den "Schlag den Raab"-Job

21.08.2026, 21.28 Uhr
Steven Gätjen blickt zurück auf seine ersten Schritte als Moderator von "Schlag den Raab". Trotz anfänglicher Kritik und großer Fußstapfen seines Vorgängers Matthias Opdenhövel, wurde er durch die Unterstützung von Stefan Raab ein fester Bestandteil der erfolgreichen Show.
Steven Gätjen
Moderator Steven Gätjen moderierte von 2011 bis zur Absetzung der Sendung im Jahr 2015 die beliebte Samstabend-Show "Schlag den Raab" auf ProSieben.  Fotoquelle: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Steven Gätjen blickt auf seine Anfänge als Moderator von "Schlag den Raab" zurück. Doch der Einstieg in die einst beliebte ProSieben-Show war für ihn nicht einfach: Nach der Premiere musste er viel Kritik einstecken. Unterstützung bekam er damals von niemand Geringerem als Stefan Raab selbst.

ProSieben-Moderationsjob: Stefan Raab rief Steven Gätjen persönlich an

Der Weg zu "Schlag den Raab" begann für Steven Gätjen mit einem unerwarteten Anruf. Wie der Moderator in einem YouTube-Video erzählt, klingelte sein Telefon im Mai 2011 mit unterdrückter Nummer. Weil ihn nur seine Mutter auf diese Weise anrief, erwartete er sie am anderen Ende der Leitung.

Doch stattdessen meldete sich überraschenderweise nicht seine Mutter, sondern Show-Master Stefan Raab. "Nee, hier ist Stefan Raab", soll er gesagt haben. Anschließend habe er ihn gefragt: "Hast du Bock, 'Schlag den Raab' zu moderieren?"

Gätjen sagte direkt zu. Viel Zeit zur Vorbereitung blieb ihm allerdings nicht: Schon zwei Wochen später stand seine erste Ausgabe der erfolgreichen Samstagabend-Show an.

"Schlag den Raab": Große Fußstapfen nach Matthias Opdenhövel

Die Aufgabe war für Gätjen eine besondere Herausforderung. Sein Vorgänger Matthias Opdenhövel hatte die Sendung seit dem Start im Jahr 2006 geprägt und war beim Publikum äußerst beliebt. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den neuen Moderator.

Raab habe ihn vor den Reaktionen gewarnt. "Ich bin fest davon überzeugt, dass du es super machen wirst. Aber du musst dich jetzt schon mal damit auseinandersetzen, dass du nur kritisiert wirst. Alle wollen Matthias wiederhaben. Aber ich glaube an dich", soll er zu Gätjen gesagt haben.

Nach seinem ersten Auftritt musste der Moderator tatsächlich zahlreiche kritische Kommentare einstecken. Rückblickend fasst er die damaligen Vorwürfe zusammen: "ich sei zu steif, zu spießig, zu groß, zu klein, zu doof, zu dick, zu blond".

Steven Gätjen erinnert sich dankbar an die Unterstützung

Trotz der schwierigen Anfangszeit entwickelte sich Gätjen zum festen Bestandteil von "Schlag den Raab". Er moderierte die Show bis zu ihrer letzten Ausgabe im Jahr 2015.

Heute blickt der Moderator mit gemischten Gefühlen auf diese Phase zurück: Die Kritik sei zwar belastend gewesen, gleichzeitig habe ihm Raab mit seinem Vertrauen den Rücken gestärkt. Der Anruf des Entertainers wurde für Gätjen damit zu einem ganz besonderen Wendepunkt in seiner Karriere.

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