Programmänderung im Ersten

"Immer wieder sonntags" fällt kurzfristig aus: ARD ersetzt Mross-Show

22.07.2026, 11.02 Uhr
Für Fans von "Immer wieder sonntags" ändert sich am Wochenende das Programm. Die ARD ersetzt die Mross-Show durch eine andere Sendung.
Stefan Mross schaut ernst.
Stefan Mross ist am kommenden Sonntag nicht mit "Immer wieder sonntags" im TV zu sehen.  Fotoquelle: picture alliance / Fotostand | Hettich

Die ARD hat "Immer wieder sonntags" in dieser Woche kurzfristig gestrichen; am letzten Juli-Wochenende entfällt die Schlagershow zum ersten Mal in der diesjährigen Saison. Der Grund: Der öffentlich-rechtliche Sender überträgt das Multisport-Event "Die Finals" aus Hannover.

Nach dem Ausfall am 26. Juli kehrt "Immer wieder sonntags" am 2. August wie gewohnt auf den Sendeplatz am Sonntagvormittag zurück. Weitere Ausgaben sind nach aktuellem Stand unter anderem für den 9., 23. und den 30. August geplant – die große Final-Show läuft dann am 6. September, am 13. September folgt eine abschließende "Best-of"-Ausgabe.

In Rust bleibt die Bühne dennoch nicht leer: Am Samstag, dem 25. Juli, wird hier "Sommer-Spaß mit Andy Borg" aufgezeichnet. Die Produktion entsteht für den SWR; ausgestrahlt wird sie am 8. August im SWR und MDR. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Helmut Lotti, Nicole, Olaf der Flipper, Die Paldauer, Joey Heindle und Stefanie Hertel. Auch Stefan Mross tritt diesmal bei Andy Borgs Sendung auf.

"Immer wieder sonntags" endet im September endgültig

Mit dem Ende der laufenden Staffel verabschiedet sich die ARD endgültig von "Immer wieder sonntags". Seit 2005 präsentiert Stefan Mross die Open-Air-Show aus Rust – die aktuelle Saison ist die 32. und letzte. Laut SWR ist wirtschaftlicher Druck der Grund für das Aus. Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Einstellung in einer Mitteilung als "schmerzhafte Entscheidung" und verwies auf die wirtschaftliche Situation der Rundfunkanstalt.

Für Stefan Mross bedeutet das Aus das Ende einer langen TV-Ära. Der 50-Jährige erklärte im Mai gegenüber "t-online", die Entscheidung habe ihn "schockiert". Besonders enttäuscht habe ihn die Art der Kommunikation: "Das hätte man auch anders lösen können."

Das sagt die Schlagerbranche zum Aus von "Immer wieder sonntags"

Doch auch in der Schlagerbranche stieß die Absetzung auf Kritik. Amigos-Sänger Bernd Ulrich betonte gegenüber "schlager.de", seine Band habe seit 20 Jahren jährlich bei der Sendung gespielt und stets volle Hallen erlebt. Dabei sei es nie ums Geld gegangen: "Wir treten dort als Künstler auf, nicht für Geld, und das wollten wir auch nie."

ESC-Gewinnerin Nicole sagte laut "schlager.de", die Show sei "mittlerweile wie ein Familienbetrieb" gewesen. Sie hoffe auf eine "Ersatzsendung", sollte die Fanbasis groß genug sein. Christian Franke bezeichnete das Aus für Nachwuchskünstler als "sehr, sehr bitter".

Wie geht es für Stefan Mross weiter?

Stefan Mross hat sich zu seinen Plänen nach dem Ende von "Immer wieder sonntags" bislang zurückhaltend geäußert. Im Mai 2026 sagte er gegenüber "t-online", es gebe Gespräche mit Privatsendern. Details nannte er nicht: "Ob die Sendung dann 'Immer wieder sonntags' heißt, wie das Konzept aussieht etc. kann ich noch nicht sagen, aber wir bleiben dran."

Andy Borg, ehemals Moderator des "Musikantenstadl" und selbst von einer plötzlichen Absetzung betroffen, meldete sich mit ermutigenden Worten. In einem Interview sagte er: "Man kann einem Moderator eine Sendung nehmen, aber niemals die Menschen, die ihn ins Herz geschlossen haben." Im Gespräch mit "Merkur.de" ergänzte Borg: "Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie weh so ein Abschied tut. Und auch, dass sich manchmal durch eine Tür, die sich schließt, etwas Neues öffnet."

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