Neue Krimistaffel

"Iris – Die Wahrheit": Kritik zur Krimiserie mit Sofia Helin im ZDF

08.11.2026, 06.15 Uhr
Nach einer verhaltenen ersten Staffel kehrt Sofia Helin in "Iris – Die Wahrheit" auf die Bildschirme zurück. Die neue Staffel der schwedisch-deutschen Krimiserie, die an drei Sonntagabenden im ZDF ausgestrahlt wird, verspricht mehr Spannung und emotionale Entwicklungen.

Manchmal lohnt es sich, einer zweiten Serienstaffel eine Chance zu geben, obwohl die erste nicht so recht überzeugte. So wie bei den sechs neuen Folgen der schwedisch-deutschen Krimiserie "Iris – Die Wahrheit", die das ZDF an drei Sonntagabenden in Doppelfolgen sowie vorab bei zdf.de zeigt.

ZDF
"Iris – Die Wahrheit"
Krimiserie • 08.11.2026 • 22:15 Uhr

Sofia Helin hat ein Problem, für das sie nur bedingt etwas kann: Ihre wohl bekannteste Rolle, die autistische Malmöer Mordermittlerin Saga Norén in "Die Brücke", verkörperte sie so meisterhaft und einnehmend, dass ihre Figuren seither daran gemessen werden. Trotz zahlreicher neuer Nordic-Noir-Produktionen fehlt bislang ein würdiger Nachfolger der Kultserie. Auch Helin selbst war seit dem Ende von "Die Brücke" 2018 in namhaften Produktionen zu sehen, an den Erfolg ihres großen Hits konnte auch sie nicht anknüpfen.

Als 2024 ihre Rückkehr als Ermittlerin in "Iris – Die Wahrheit" angekündigt wurde, hofften sicher nicht wenige Fans auf eine Art Fortsetzung der Kultserie. "Die Rolle einer Ermittlerin war nicht das, wonach ich unbedingt gesucht hatte", verriet Helin der Agentur teleschau damals. Die Mitwirkung Camilla Ahlgrens, einer der Drehbuchautorinnen von "Die Brücke", weckte aber ihr Interesse.

Komplizierte Familienbande

Zu Beginn der Serie zieht Iris Broman von Stockholm nach Malmö, nachdem ihr Lebensgefährte Christian getötet wurde – von einer Kugel, die eigentlich ihr galt. Trauma, Trauer und Schuldgefühle haben die fröhliche Frau verändert. Ihr leerer Blick, das strähnige Haar und die gleichgültige Kleidung erinnern durchaus an Saga Norén. In der ersten Staffel rückte der Kriminalfall stark hinter Iris' persönlichem Drama zurück.

Allzu häufig sprach sie mit ihrem toten Partner, trug dessen Asche mit sich herum und fiel durch seltsame Entscheidungen auf. In der zweiten Staffel geht es Iris besser. Sie macht eine Therapie, öffnet sich anderen Menschen und lässt sich sogar auf einen neuen Mann ("Exit"-Star Pål Sverre Hagen) ein.

Als auf Gut Jacobsholm ein Skelett gefunden wird, vermuten die Ermittler zunächst, es handle sich um den vor zehn Jahren entführten Gutsherrn Thorbjörn. Er und seine Frau Marianne (Marika Lindström) hatten und haben zu ihren erwachsenen Kindern Adrian (Björn Bengtsson), David (Victor Ståhl Segerhagen) und Sara (Rakel Benér Gajdusek) unterschiedlich komplizierte Beziehungen.

Ein souveränes Frauen-Duo

Als sich der Tote nicht als Thorbjörn, sondern Jonathan Nilsson, ein junger Junkie, entpuppt, haben die Ermittler plötzlich zwei Fälle zu klären. Womöglich hängen sie zusammen?

Iris ist jedoch abgelenkt, ist sie doch noch immer auf der Suche nach Christians Mörder. Als ein früherer Kollegen ihn in Spanien ausfindig macht, reist sie eigenmächtig dorthin – was ihr die Leitung der Cold-Case-Einheit kostet. Genau das erweist sich für das Publikum jedoch als Glücksfall: Unter Jens (Håkan Bengtsson) als neuem Chef ermittelt Iris nun gemeinsam mit der ebenso erfahrenen wie abgebrühten Kollegin Kerstin (Kajsa Ernst). Die beiden bilden ein souveränes Frauen-Duo, das sich nicht so leicht täuschen oder einschüchtern lässt. Ein Dreamteam, dem man gerne zusieht – auch wenn kleine Spannungen ihre Freundschaft auf die Probe stellen. Davon gerne mehr!

"Iris – Die Wahrheit" – So. 08.11. – ZDF: 22.15 Uhr

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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