Jack Bauers Comeback

Vor 25 Jahren ging "24" auf Sendung: Wird Jack Bauer noch einmal zurückkehren?

06.11.2026, 12.33 Uhr
Am 6. November 2001 feierte "24" Premiere. 25 Jahre später stellen sich Fans der einflussreichen Thriller-Serie die Frage, ob die Geschichte um Jack Bauer bereits auserzählt ist. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Lage.

Vor 25 Jahren, am 6. November 2001, feierte eine der originellsten und einflussreichsten Thriller-Serien aller Zeiten Premiere: "24", erdacht von den beiden TV-Machern Joel Surnow und Robert Cochran, überzeugte nicht nur mit Kiefer Sutherlands starker Leistung als Spezialagent Jack Bauer, sondern auch mit einem einzigartigen Konzept. Jede Staffel umfasste 24 Episoden, in denen in Echtzeit die Ereignisse eines einzigen Tages erzählt wurden. Spannung war damit vorprogrammiert.

2014 schlüpfte Sutherland ein bislang letztes Mal für das Serien-Finale "24: Live Another Day" in die Rolle des Jack Bauer. Bauer bekam – charakteristisch für "24" – kein Happy End. Mit der Zeit mehrten sich Fan-Stimmen, die sich wünschten, die Geschichte des Spezialagenten würde noch einmal fortgeschrieben und zu Ende erzählt werden. Doch ist das realistisch?

Die Idee für ein "24"-Revival steht schon

Tatsächlich stehen die Chancen für ein "24"-Revival gar nicht schlecht. Erste Hoffnungen darauf wurden im September 2025 geweckt – von Kiefer Sutherland selbst. In der kanadischen Radiosendung "Montreal Now With Aaron Rand" offenbarte der Schauspieler, dass eine Idee im Raum stünde, wie die Geschichte Jack Bauers weitererzählt werden könnte – eine Idee, die so gut sei, dass er sich vorstellen könnte in der Rolle zurückzukehren.

Das Konzept für dieses bislang noch hypothetische Revival stammt vom Howard Gordon, der bei den ersten vier Staffeln von "24" als Drehbuchautor und Produzent fungierte und ab Staffel 5 als Showrunner die kreativen Zügel der Show in der Hand hielt. Bereits 2024 hatte Gordon bestätigt, an einem entsprechenden Projekt zu arbeiten. Wie diese Idee genau aussieht, verriet Sutherland in seinem Radiointerview natürlich genauso wenig wie Howard bei seiner ursprünglichen Ankündigung. Es sei aber "etwas geschrieben worden", das "wirklich stark" sei, betonte Sutherland. "Ich würde diese Geschichte gerne zu einem Ende bringen", fügte er hinzu. "Sie wurde irgendwie weit offen gelassen."

Scheitert es am Ende an Disney?

Im September 2026 gab Gordon ein Update zum Status des neuen Projekts. "Es befindet sich in einer Art Schwebezustand", sagte er bei einem Interview mit der Entertainment-Seite "Matt's Inside Line". "Ich kann noch nicht bestätigen, dass es lebendig ist, aber es ist noch nicht tot." Gordon selbst betont, wie gerne er zum "24"-Stoff zurückkehren würde, "aber nur wenn es die richtige Show zur richtigen Zeit ist".

Eine besonders hohe Hürde für die Realisation des Revivals hat sich jedoch durch die Übernahme von 20th Century Fox durch Disney ergeben, mit der auch die Rechte an "24" an den Entertainment-Giganten übergingen. Während Howard meinte, seine ursprüngliche Idee habe dem Konzern noch gut gefallen, machte seine Beschreibung des Projekts in einem "Schwebezustand" deutlich, dass, bis Fans tatsächlich ein Wiedersehen mit Jack Bauer feiern können, weitere Hürden genommen werden müssen.

Auch Kiefer Sutherland äußerte sich bei einer Fan-Convention zu den jüngsten Entwicklungen in Sachen "24". "Ich glaube nicht, dass es sich um ein Problem mit den Rechten handelt", sagte der Darsteller in einem Fan-Gespräch. Viel mehr fehle es am Willen der "Leute, die die Rechte haben", das Projekt umzusetzen. Disney hat sich bislang nicht zu der Sache geäußert. An Sutherland jedenfalls würde es nicht scheitern: "Ich vermisse die Show", sagte er weiter. "Ich vermisse es, an etwas beteiligt zu sein, dass die Leute so glücklich gemacht hat, also kann ich nur hoffen, dass [das Revival] möglichst bald passiert, denn niemand will einen alten, humpelnden Jack Bauer sehen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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