MDR-Krimipause

Jan Josef Liefers kritisiert MDR-Aus für "Tatort" und "Polizeiruf 110"

25.08.2026, 09.51 Uhr
Der MDR pausiert die Produktion von "Tatort" Dresden und "Polizeiruf 110" für drei Jahre. Jan Josef Liefers äußert deutliche Kritik und vergleicht das Vorgehen der ARD mit Plänen der AfD.
Jan Josef Liefers lacht in die Kamera.
Jan Josef Liefers kritisiert die Absetzung der Krimis im MDR.  Fotoquelle: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Der MDR setzt die Produktion der Krimireihen "Polizeiruf 110" aus Magdeburg und "Tatort" aus Dresden für drei Jahre aus – offiziell aus Spargründen. In einer neuen Folge des Podcasts "Lanz + Precht", die sich vor allem um eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl am 6. September dreht, kritisiert Jan Josef Liefers die Programmstreichung deutlich.

Jan Josef Liefers kritisiert MDR-Sparkurs bei "Tatort" und "Polizeiruf 110"

"Das habe ich gar nicht verstanden. Man würde doch denken, dass es eher die totalitäre AfD wäre, die solche rabiaten Dinge tut", sagte der Professor-Boerne-Darsteller aus dem Münster-"Tatort". "Jetzt macht es die ARD selbst, also die Anstalt sozusagen im Land Sachsen-Anhalt." Damit nahm Liefers Bezug auf das Vorhaben der AfD in Sachsen-Anhalt, im Falle einer Regierungsmehrheit nach der Landtagswahl die Rundfunkverträge zu kündigen.

Markus Lanz fordert Reformen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Auch Markus Lanz zeigt sich schockiert vom Vorgehen der Öffentlich-Rechtlichen: "Wenn du eine vergleichsweise große Summe Geld zur Verfügung hast jedes Jahr und dann dennoch nicht mehr in der Lage bist, deine stilprägenden Programme weiterzuführen, für die die Leute ja im Zweifel auch bezahlen, dann musst du dir doch die Frage stellen, wie das eigentlich sein kann." Für den Polit-Talker ist klar: Der Rundfunk müsse sich dringend reformieren.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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