Handlung und Hintergründe

Gegenstand der Krimiserie sind verschiedene Ermittler aus unterschiedlichen Städten, die gemeinsam Kriminalfälle lösen. Besonders beliebt hierbei ist Hauptkommissar Hanns von Meuffels, der in München agiert und von Schauspieler Matthias Brandt verkörpert wird. Zudem existieren Filme der Serie als Jubiläumsausgaben wie beispielsweise die 75. Folge mit dem Namen "Trüffeljagd" aus dem Jahr 1981.

Zu DDR Zeiten bestand Polizeiruf 110 noch nicht aus festen Ermittlerteams. Sowohl diese als auch die Orte, in denen die Kriminalfälle geschahen, waren nicht festgelegt. Nachdem im Jahr 1991 der DDF ausgelöst wurde, pausierte die Produktion der Fernsehsendung, bis 1993 die Dreharbeiten wieder aufgenommen wurden. Vorher wurden jedoch noch zwei Filme gedreht, die als Gegenstück zum westdeutschen Tatort galten. In den Hauptrollen waren die Kommissare Ehrlicher und Kain zu sehen, die später in insgesamt 45 Folgen für Polizeiruf 110 im MDR mitwirkten. Weitere Filme wie beispielsweise "Trüffeljagd" aus dem Jahr 1981 werden zu besonderen Anlässen zusätzlich ausgestrahlt.

Mittlerweile gibt es vier feste Ermittlerteams bestehend aus Claudia Michelsen als Doreen Brasch und Matthias Matschke als Dirk Köhler, die in Magdeburg arbeiten sowie Charly Hübner als Hauptkommissar Alexander Bukow und Anneke Kim Sarnau als Profilerin Katrin König, die in Rostock ermitteln.

Weitere Teams sind sowohl Maria Simon als Hauptkommissarin Olga Lenski und Lucas Gregorowicz als Kriminalhauptkommissar Adam Raczek aus Frankfurt an der Oder als auch Matthias Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels aus München.

Reale Ereignisse und Straftaten

Vor allem in Zeiten der DDR arbeitete die Serie viele reale Ereignisse auf und betrachtete Straftaten kritisch. Dazu zählen unter anderem die Kreuzworträtselmorde aus dem Jahr 1981, aber auch die Ereignisse des Herbstes 1989. Insbesondere das Problem des Alkoholmissbrauchs, was in der DDR unter der Bevölkerung weit verbreitet war, wurde bei Polizeiruf 110 wiederholt aufgegriffen. Außerdem wurde jede Produktion von einem Mitarbeiter des Ministeriums des Inneren (MdI) auf inhaltliche Richtigkeit geprüft.

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