Josh Baskin ist zwölf und hat die naheliegende Fehlidee, endlich erwachsen sein zu wollen. Am nächsten Morgen ist der Wunsch erfüllt: Josh steckt plötzlich im Körper eines Erwachsenen und muss sich durch New York, einen Job und eine Welt bewegen, die von außen nach Freiheit aussieht, in Wahrheit aber vor allem aus Verlegenheit, Regeln und seltsamen Gesprächen besteht. Tom Hanks spielt Josh nicht einfach nur kindlich, sondern mit genau dieser Mischung aus Staunen, Übermut und völliger Ehrlichkeit, die normalen Erwachsenen längst abhandengekommen ist.
Andrew Beckett (Tom Hanks) ist ein erfolgreicher Anwalt in einer angesehenen Kanzlei. Als seine Arbeitgeber erfahren, dass er HIV hat, wird er entlassen. Offiziell aus vorgeschobenen Gründen, tatsächlich aber aus Angst, Vorurteilen und blanker Feigheit. Beckett zieht vor Gericht und findet in Joe Miller (Denzel Washington) einen Anwalt, der den Fall zunächst ablehnt und sich dann doch darauf einlässt.
Philadelphia war einer der ersten großen Hollywood-Filme, die AIDS, Diskriminierung und Homophobie so direkt ins Zentrum rückten. Tom Hanks spielt Beckett ruhig, präzise und ohne jeden großen Effekt. Noch immer trifft der Film hart und hat nichts von seiner Intensität verloren.
Sam Baldwin (Tom Hanks) hat seine Frau verloren und zieht mit seinem Sohn Jonah nach Seattle. Als Jonah heimlich bei einer Radiosendung anruft, um für seinen Vater eine neue Frau zu finden, hören plötzlich unzählige Menschen zu, darunter auch Annie Reed (Meg Ryan), die eigentlich längst verlobt ist. Die beiden kennen sich nicht, begegnen sich fast den ganzen Film über nicht wirklich, und trotzdem baut Sleepless in Seattle aus dieser Entfernung eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Neunziger.
Forrest Gump (Tom Hanks) ist überhaupt kein Held im klassischen Sinn. Er will meistens einfach nur das Richtige tun, seine Ruhe haben und zu den Menschen halten, die ihm wichtig sind. Blöderweise landet er damit immer wieder an Orten, an denen plötzlich Weltgeschichte passiert. Forrest geht aufs College, zieht in den Vietnamkrieg, wird zum Tischtennis-Star, entdeckt ein Geschäftstalent, das er selbst kaum bemerkt, läuft quer durch die USA und versammelt dabei ganz nebenbei eine joggende Anhängerschaft.
Der Film betrachtet seine Hauptfigur nie von oben herab. Forrest ist nicht der Witz, sondern der ruhige Mittelpunkt in einer Welt, die dauernd komplizierter tut, als sie sein müsste. Tom Hanks spielt das mit so viel Wärme, Timing und Genauigkeit, dass aus einer an sich ziemlich wilden Lebensgeschichte etwas sehr Direktes wird.
Eigentlich soll die Mission zum Mond routiniert verlaufen. Dann explodiert an Bord ein Sauerstofftank, und aus einem Prestigeprojekt wird ein Überlebenskampf im All. Jim Lovell (Tom Hanks), Jack Swigert (Kevin Bacon) und Fred Haise (Bill Paxton) sitzen plötzlich in einem Raumschiff, das sie nicht mehr einfach nach Plan nach Hause bringt. Während die Crew oben mit Strom, Sauerstoff und Nerven haushalten muss, versucht die NASA am Boden, aus Technik und Improvisation eine Rettungslösung zu bauen.
„You’ve Got a Friend in Me“: Wenn Andy nicht im Zimmer ist, werden seine Spielzeuge lebendig. Angeführt wird die Truppe von Cowboy Woody, im Original gesprochen von Tom Hanks (deutsche Synchronisation: Peer Augustinski, auch bekannt als deutsche Stimme von Robin Williams), der lange ganz selbstverständlich Andys Lieblingsspielzeug war. Dann taucht Buzz Lightyear auf, ein glänzender Space Ranger mit eingebautem Größenwahn. Was als Eifersucht zwischen zwei Spielzeugen beginnt, wird schnell zu einem Abenteuer, bei dem Woody und Buzz irgendwie miteinander klarkommen müssen, ob sie wollen oder nicht.
Toy Story war nicht einfach nur ein Animationsfilm, sondern vielmehr ein Umbruch. Die Idee ist einfach, der Ton schnell, und die Figuren funktionieren bis heute. Tom Hanks gibt Woody genau die richtige Mischung aus Wärme, Nervosität und leicht gekränktem Stolz.
Nach der Landung in der Normandie bekommt Captain John Miller (Tom Hanks) den Auftrag, den Soldaten James Ryan (Matt Damon) zu finden und nach Hause zu bringen. Ryan hat mehrere Brüder im Krieg verloren, deshalb soll wenigstens einer der Söhne überleben. Miller zieht mit seiner Einheit durch zerstörtes Gelände, vorbei an Kämpfen, Angst und der ständigen Frage, was dieser Auftrag eigentlich noch wert ist.
Der Film zeigt Krieg nicht als Heldenspektakel, sondern als brutalen Ausnahmezustand. Tom Hanks spielt Miller ruhig, kontrolliert und gerade deshalb stark. Besonders die erste halbe Stunde hat sich ins Filmgedächtnis eingebrannt.
Paul Edgecomb (Tom Hanks) arbeitet in den 1930er Jahren als Aufseher im Todestrakt eines Gefängnisses. Dort trifft er auf John Coffey (Michael Clarke Duncan), einen riesigen, stillen Häftling, der wegen eines schrecklichen Verbrechens auf seine Hinrichtung wartet. Mit der Zeit merkt Paul, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt...
The Green Mile ist Gefängnisfilm, Fantasy-Drama und moralischer Belastungstest zugleich. Der Film nimmt sich Zeit, aber genau daraus zieht er seine Wucht. Tom Hanks spielt Paul nicht als harten Vollzugsprofi, sondern als Mann, der langsam begreift, dass Recht und Gerechtigkeit sehr verschiedene Dinge sein können.
Chuck Noland (Tom Hanks) arbeitet für FedEx und lebt nach Uhr, Plan und Effizienz. Nach einem Flugzeugabsturz strandet er auf einer einsamen Insel und muss dort jahrelang allein überleben. Aus dem Mann, der vorher jede Minute kontrollieren wollte, wird jemand, der erst einmal lernen muss, wie man Feuer macht, Nahrung findet und mit kompletter Isolation klarkommt.
Der Film trägt sich fast komplett über Tom Hanks. Dabei geht es nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, was mit einem Menschen passiert, wenn plötzlich alles wegfällt, woran er sich vorher festgehalten hat.
Frank Abagnale Jr. (Leonardo DiCaprio) ist noch keine 20 und gibt sich schon als Pilot, Arzt und Anwalt aus – mit gefälschten Schecks, gut sitzenden Anzügen und erstaunlich viel Dreistigkeit. Je länger er damit durchkommt, desto größer wird der Spaß für ihn und desto größer das Problem für Carl Hanratty (Tom Hanks), den FBI-Agenten, der ihm beharrlich hinterherjagt. Aus dieser Verfolgung wird kein klassisches Katz-und-Maus-Spiel mit viel Gebrüll, sondern ein Duell aus Geduld, Beobachtung und der Frage, wer den anderen eigentlich besser versteht.
Viktor Navorski (Tom Hanks) landet in New York – und kann den Flughafen nicht mehr verlassen. Während seines Flugs ist in seiner Heimat ein politischer Umsturz passiert, sein Pass gilt nicht mehr, und damit ist Viktor offiziell weder richtig eingereist noch einfach zurückschickbar. Also bleibt er im Terminal hängen. Tag für Tag. Zwischen Sicherheitsleuten, Reinigungspersonal, Fast Food und dem ständigen Versuch, sich in einem System zu bewegen, das für so einen Fall eigentlich gar keinen Platz vorgesehen hat.
Terminal ist eine dieser Tom-Hanks-Rollen, die deshalb Sogwirkung entfalten, weil er Viktor nicht als Gag spielt. Der Mann ist höflich, verloren, erfinderisch und manchmal erstaunlich stur. Daraus macht der Film eine Geschichte über Warten, Improvisieren und die Kunst, selbst im Ausnahmezustand nicht völlig den Halt zu verlieren.
Als Flugkapitän Chesley „Sully“ Sullenberger (Tom Hanks) kurz nach dem Start beide Triebwerke verliert, entscheidet er sich für eine Notwasserung auf dem Hudson River. Alle 155 Menschen an Bord überleben. Was nach einem klaren Heldenmoment klingt, wird danach schnell komplizierter: Untersuchungen, Simulationen und die Frage, ob Sully wirklich richtig gehandelt hat oder ob er doch noch einen Flughafen hätte erreichen können. Tom Hanks spielt keinen Mann, der sich feiern lässt, sondern einen, der unter Schock steht und trotzdem erklären soll, warum er in Sekunden entschieden hat, worüber andere später in Ruhe Tabellen anlegen, Taktiken zurechtlegen – und scheitern.