Hintergründe, Gewicht und Materialwert

Die Goldene Kamera wurde ab 1966 von der Fernsehzeitschrift Hörzu verliehen. Im Jahr 2016 wurde der Preis erstmals von der Funke Mediengruppe ausgerichtet, in deren Besitz die Zeitschrift Hörzu im Mai 2014 überging. Die Verleihung des Preises wird live im Fernsehen über den öffentlich-rechtlichen TV-Sender ZDF übertragen. Die Gala-Show wurde in den Jahren 1966 bis 1974 von Hans Bluhm, dem damaligen Chefredakteur der Programmzeitschrift Hörzu, moderiert. Im Anschluss daran wechselten sich verschiedene Moderatoren mit der Präsentation der Show ab. Thomas Gottschalk moderierte die Goldene Kamera insgesamt 13 Mal. 2017 führte zum ersten Mal Steven Gätjen durch die Gala.

Die im Rahmen der Goldenen Kamera verliehene Trophäe wurde vom deutschen Künstler Wolfram Beck entworfen. Sie ist einer Farnsworth-Kamera, der weltweit ersten elektronischen Kamera, nachgebildet. Die Trophäe besteht aus vergoldetem Sterlingsilber. Ihre Höhe beträgt 25 Zentimeter bei einem Gewicht von ca. 900 Gramm. Der Wert des sonst undotierten Preises ist abhängig vom jeweils aktuellen Silberpreis. Im Februar 2013 belief sich der Materialwert der Goldenen Kamera etwa auf ca. 625 Euro.

Die Preisträger der Goldenen Kamera werden unter anderem von Repräsentanten der Funke Mediengruppe und weiteren ausgewählten Kennern der Brache ermittelt. Auch die Leser der Zeitschrift Hörzu sowie anderer Programmzeitschriften und Tageszeitungen des Medienkonzerns können sich an der Wahl beteiligen. Diese können parallel zur Wahl auch an einem Gewinnspiel teilnehmen.

2017 zum dritten Mal in Hamburg

Die Verleihung der 52. Goldenen Kamera fand am 4. März 2017 zum dritten Mal in Folge in der Hamburg Messe in Hamburg statt. Die Stadt entrichtet für die Ausrichtung der Show in Hamburg seit dem Jahr 2015 jährlich 150.000 Euro an die Funke Mediengruppe. Bei der 52. Verleihung erhielt unter anderem Dieter Thomas Heck in der Kategorie "Lebenswerk National" eine goldene Kamera.

Die Goldene Kamera verfügt neben einer offiziellen Webseite auch über einen eigenen Twitter-Account sowie über eine offizielle Facebook-Seite.