Die Lehrerin Ines fällt aus allen Wolken: In der neuen Schülerin Clara glaubt sie, ihre vor 16 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter zu erkennen. Als sich ihr Verdacht bestätigt, werden die Muttergefühle immer stärker. Ein weiteres Problem: ihr Mann weiß nichts. Deshalb kann sich Ines nur ihrer besten Freundin Simone anvertrauen. Gegen deren Rat sucht sie auch privat die Nähe zu der nichts ahnenden Schülerin. Dabei gerät sie in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung als Pädagogin und ihren immer stärker werdenden Muttergefühlen ...

Mit einer starken Darstellercrew inszenierte Regie-Allrounder René Heisig ("Tatort - Seenot", "Schutzlos") eine nicht immer glaubwürdige Geschichte nach der Vorlage von Johann A. Bunners und Martin Dolejs ("Schatzritter", "Wilde Jungs"), die gegen Ende heftig auf die Tränendrüse drückt. Neben der gut aufspielenden Ann-Kathrin Kramer als Lehrerin, die plötzlich ihre Mutterinstinkte entdeckt, überzeugt besonders die aus München stammende Jungdarstellerin Alicia von Rittberg ("Das Geheimnis der Wale", "Die Verführerin Adele Spitzeder", "Und alle haben geschwiegen") in der Rolle der Clara. Hans-Jochen Wagner, der als unbedarfter Vater zu sehen ist, stand drei Jahre zuvor bereits in Matthias Tiefenbachers thematisch ähnlich gelagerten Mutter-Tochter-Geschichte "Das Haus ihres Vaters" (mit Anneke Kim Sarnau und Janina Stopper) vor der Kamera.

Foto: ARD/Degeto/Willi Weber