Nach seinem Kampfeinsatz im Irak ist Rodney Baze sämtlicher Lebensillusionen beraubt. So hat er keine Lust wie einst sein Vater oder nun seit Bruder Russell tagein tagaus im örtlichen Stahlwerk zu schuften. Er verdient sich seinen Unterhalt lieber mit illegalen Faustkämpfen. Russell hingegen sieht im Alltagsjob seine Chance, nach einem Knastaufenthalt zu einem normalen Leben zurückzufinden. Er will mit allen Mitteln verhindern, dass sein jüngerer Bruder sein Leben verpfuscht, kann aber nicht verhindern, dass sich Rodney auf einen Kampf einlässt, den er nicht gewinnen kann ...

Regisseur Scott Cooper hatte schon mit seinem Debüt "Crazy Heart" gezeigt, dass ihn weniger die Hollywood-typischen Geschichten, denn die ganz normalen Menschen interessieren. Doch leider ist er ein Regisseur, der szenische Abläufe schlecht miteinander verbindet, der mit Wackelbildern und nervigen Close-Ups zu Werke zieht, der seinen Figuren nicht vertraut und somit ein schlechter Geschichtenerzähler ist. Hier werden zwar Erinnerungen an Meisterwerke wie "Die durch die Hölle gehen" geweckt, doch mit derlei Geschichten kann Cooper keinesfalls mithalten. Auch wenn die Darsteller durchaus überzeugen, die schlecht ausgedachte und umgesetzte Geschichte kann es nicht. Vieles bleibt unerklärt und unglaubwürdig, verharrt in holzschnittartiger Langeweile.



Foto: Tobis