Als der Neurochirurg Paul in einer Bar von der jungen Kellnerin Lou angesprochen wird, weil die ihn meint von ihrer Blinddarmoperation zu kennen, reagiert der Mediziner zunächst reserviert. Er erzählt seiner Frau Lucie, mit der er seit 30 Jahren glücklich ist, von dem seltsamen Vorfall, denn Paul ist als Hirnchirurg tätig.

Während Paul noch darüber rätselt, wird er mehr und mehr Opfer einer Stalkerin, die nur Lou sein kann. Angenervt von ihren Avancen und den ständigen Rosensträußen stellt er sie zur Rede - ohne den gewünschten Effekt.

Paul zieht sich immer stärker zurück und distanziert sich auch von Lucie. Die zweifelt schließlich an Pauls Aufrichtigkeit und wird immer misstrauischer. Paul selbst weiß kaum noch mit den mysteriösen Ereignissen umzugehen. Nachdem er bei einer Operation unkonzentriert war, wird er beurlaubt ...

Uninspirierte Handlung

Mit seinem Debütfilm "So viele Jahre liebe ich dich" konnte der französische Erfolgsschriftsteller Philippe Claudel 2008 durchaus überzeugen. So wundert es nicht, dass er sich auch für sein jüngstes Werk für seine subtil aufspielende Hauptdarstellerin Kristin Scott Thomas entschied. Doch bewies er in seinem komplexen Debüt Fingerspitzengefühl, lässt er es diesmal leider komplett vermissen.

Die uninspirierte Handlung plätschert vor sich hin ohne an Intensität oder gar Spannung zu gewinnen. Vieles bleibt unausgesprochen, nebulös und unerklärt und wirkt eher so, als hätte Claudel selbst nicht so genau gewusst, was er eigentlich erzählen will: ein Ehedrama, eine Sinnkrise, Bourgeoisie-Kritik oder einen mysteriösen Thriller.