Hätte sich ein Autor die Geschichte von Ashley Smith - im Film gespielt von Kate Mara - erdacht, man hätte ihm wohl eine unglaubwürdige Dramatisierung vorgeworfen. Doch die berührende Entführungsstory beruht auf wahren Ereignissen.

Die alleinerziehende Smith verliert sich nach dem Tod ihres Mannes in der Drogensucht. In einer Selbsthilfegruppe schenkt man ihr den Bestseller "The Purpose Driven Life", ein Lebensberatungsbuch. Eines Tages dringt der aus dem Gerichtsgebäude geflohene Brian Nichols (David Oyelowo) in ihr Haus ein und nimmt sie als Geisel. Als Smith ihm aus ihrem Buch vorliest, entspannt sich die Situation.

Ungewöhnliche Läuterung

Der dramatische Einschnitt im Leben von Ashley Smith ereignete sich im April 2005. Sie selbst schilderte die Ereignisse im Roman "Unlikely Angel". Die Verfilmung ordnet sich im Thriller-Genre ein, doch da Smith den Überfall von Nichols als Zeichen Gottes sah, und beide Hauptfiguren im Handlungsverlauf die Sorge um ihre Kinder umtreibt, weist der Streifen ein starkes dramatisches Element auf.

Später Karrierehöhepunkt

Für den 80-jährigen Regisseur Jerry Jameson bedeutet diese Arbeit eine späte Rückkehr ins Kino. In den 70ern war er für Filme wie "Airport '77" und "Hebt die Titanic!" bekannt. Doch den größten Teil seiner Karriere erlebte er als Macher von TV-Filmen und -Serien.

Mit der aufstrebenden Kate Mara, die gerade auch mit "Fantastic Four" im Kino zu sehen ist, könnte "Captive" noch einmal ein Highlight für Jameson werden.

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