Der junge amerikanische Matrose Philip Gale geht in Antwerpen vor Anker, wo ihm eine Prostituierte sein Geld und sein Schiffahrtsbuch stiehlt. Ohne Papiere kann der Matrose auf keinem Schiff anheuern. Auf dem Weg zu einem südfranzösischen Hafen lernt er die junge Französin Mylène kennen, die dem gestrandeten Seemann für eine Nacht Unterschlupf gewährt. Um der Polizei zu entgehen, heuert Philip auf dem morschen Dampfschiff Yorikke an. Auf dem kaum mehr seetüchtigen Frachtschiff versieht eine mürrische Mannschaft aus Gestrandeten und Vogelfreien aller Herren länder ihren Dienst. Philip freundet sich mit dem polnischen Kohlenschlepper Lawski an. Als die beiden herausfinden, dass der Kapitän ein Waffenschmuggler ist und ein falsches Spiel spielt, ahnen sie nicht, dass dieser das hoch versicherte Schiff versenken will, um die Prämie zu kassieren. Um keine Zeugen zu haben, soll die ahnungslose Mannschaft dabei ertrinken ...

Auch wenn der Film nicht die herbe Sozialkritik des B. Traven-Romans wiedergibt, ist dies dennoch gelungene Abenteuer-Unterhaltung. Denn die Regiearbeit von Georg Tressler, der mit Hauptdarsteller Horst Buchholz 1956 schon "Die Halbstarken" drehte, ist ein atmosphärisch dichter, mit großem technischen Aufwand inszenierter Film, der vor allem durch die klaustrophobische Atmosphäre auf dem morschen Kohlendampfer besticht. Bemerkenswert: Die Geschichte von B. Traven, dessen Identität übrigens bis heute nicht geklärt ist, scheint einige Bösewichter zur Nachahmung inspiriert haben, man denke nur an die Ereignisse, die als "Der Fall Lucona" in die Annalen eingingen.

Foto: Koch Media