Elke Sommer

War einst ein Hollywood-Star: Elke Sommer Vergrößern
War einst ein Hollywood-Star: Elke Sommer
Elke Schletz
Geboren: 05.11.1940 in Berlin-Spandau, Deutschland

Elke Sommer, die attraktive Blonde mit dem erotischen Silberblick, hat zwar in Dutzenden von Filmen fast nur ihre Figur vorgeführt, zu ihrem stattlichen Repertoire gehören jedoch eine ganze Reihe wunderbarer Filme und Rollen, in denen sie mehr gab als nur ihr Äußeres. Da war Carl Foremans "Die Sieger" von 1963, wo sie neben Albert Finney, Melina Mercouri und Romy Schneider vor der Kamera stand, in Mark Robsons "Der Preis" spielt sie im gleichen Jahr neben Paul Newman. Ein Jahr später sieht man sie nebe Peter Sellers in Blake Edwards "Inspector Clouseau: Ein Schuss im Dunkeln". Mit Sellers spielt sie auch 1979 in "Der Gefangene von Zenda". Eine ihrer schönsten Rollen spielt Elke 1973 an der Seite von Hannelore Elsner in Edgar Reitz' "Reise nach Wien".

Mit zwei Jahren wird die Pfarrerstochter aus Spandau nach Erlangen evakuiert, wo sie Abitur macht. Anschließend geht sie als Au-pair-Mädchen nach London. Als sie mit ihrer Mutter 1958 im italienischen Viareggio Urlaub macht, wählt sie eine Touristenjury zur "Miss Viareggio". Ihre Fotos machen Furore, italienische Filmproduzenten holen das deutsche Fräuleinwunder nach Rom. Walter Chiari, Ugo Tognazzi und Vittorio de Sica sind ihre ersten Filmpartner. Bereits 1959 steht Elke an der Seite von Horst Buchholz bei Georg Tressler in "Das Totenschiff" vor der Kamera. Ein ähnlicher Erfolg wird auch Gerd Oswalds "Am Tag, als der Regen kam" mit Mario Adorf.

Von jetzt ab ist Elke Sommer eine gefragte Schauspielerin: Jedes Jahr fünf Filme, das will was heißen, und mit ihren Partnern kann sie durchaus protzen: Bernhard Wicki und Götz George, Pierre Brice und Stewart Granger, Bob Hope und Glenn Ford. Elke Sommer spielt in deutschen Schnulzen und amerikanischen Action-Thrillern. Und wenn sie wie im Fall von Edgar Reitz, George Marshall oder Norman Jewison an einen erfahrenen Regisseur kommt, der mit Schauspielern etwas anfangen kann, dann spielt sie richtig gut. Ihre Beliebtheit führt dazu, dass sie auch in Boulevard-Komödien auf der Bühne tingelt, und wenn man sie in dem Kinolustspiel "Der Mann im Pyjama" (1981) von Christian Rateuke und Hartmut Schmiege gesehen hat, weiß man, dass Elke Sommer auch durchaus komisches Talent hat und ihren Erotik-Typ ganz schön karikieren kann. Manfred Stelzer gibt ihr in seinem Kinofilm "Himmelsheim" (1988) als mediengeschädigte Hausfrau reichlich Gelegenheit, eine geradezu schon derbe Karikatur zu liefern.

Natürlich ist Elke auch im Fernsehen zu sehen. So spielt sie in Marvin Chomskys historischem TV-Spektakel "Peter der Große" (1986) und in dem Mehrteiler "Inside The Third Reich" (1981) sieht man sie als Magda Goebbels. An der Seite von Heidelinde Weis und Gila von Weitershausen komplettiert sie das starke Trio in der ZDF-Komödie "Nicht mit uns" (1998). In ihren jungen Jahren hat sie allerdings noch ganz andere Rollen gespielt. Dazu gehörte auch, dass sie sich in softenen Posen nur leicht verhüllt im "Playboy" ablichten ließ.

Weitere Filme mit Elke Sommer: "L'amico del giaguaro", "Uomini e nobiluomini" (beide 1958), "La pica sul Pacifico", "I ragazzi del juke box", "Lampenfieber" (alle 1959), "Urlatori alla sbarra", "Himmel, Amor und Zwirn", "Sappho, Venus von Lesbos", "Und so was nennt sich Leben!", "Luxusweibchen" (alle 1960), "Zarte Haut in schwarzer Seide", "Herein ohne anzuklopfen", "Auf Wiedersehn", "Café Oriental", "Sie nennen es Liebe", "Geliebte Hochstaplerin", "Das Mädchen und der Staatsanwalt" (alle 1961), "Un chien dans un jeu quilles", "Nachts ging das Telefon", "Spiel und Leidenschaft", "Gelegenheitsarbeiter", "Verführung am Meer" (alle 1962), "...denn die Musik und die Liebe in Tirol" (1963), "Die Puppen", "Unter Geiern" (beide 1964), "Winnetou und der Bärenjäger", "Bei Madame Coco", "Hotel der toten Gäste", "Kennwort: Schweres Wasser", "Tausend Takte Übermut", "... denn keiner ist ohne Schuld", "Goldfalle", "Völlig falsch verbunden" (alle 1965), "Die Hölle von Macao", "Heiße Katzen", "Mitternacht Canale Grande" (alle 1966), "The Wicked Dreams Of Paula Schultz", "An einem Freitag in Las Vegas" (1967), "Rollkommando" (1968), "Die schmutzigen Helden von Yucca", "Percy - Spatz in der Hand", "Zeppelin" (alle 1970), "Jamaican Gold", "Elke", "Die Schrecken des Nürnberger Schlosses" (alle 1971), "Search: Probe" (1972), "Einer von uns beiden", "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" (beide 1973), "Percy - Der Potenzprotz", "Ein Unbekannter rechnet ab" (beide 1974), "Carry On - Alles geht nach hinten los", "Der Teuflische", "Per Saldo Mord" (alle 1975), "Das Netz", "Tote pflastern seinen Weg", "Six Million Dollar Man: H + 2+O = Death", "Vierzig Millionen Dollar", "Thoroughbreads" (alle 1976), "The Astral Factor", "Celebrity Challenge Of The Sexes 2" (beide 1977), "Forever Fernwood", "I Miss You" (beide 1978), "Sechs kleine Detektive", "Top Of the Hill", "Der Supercoup", "Sieben Stuntmänner räumen auf" (beide 1979), "Exit Sunset Boulevard" (1980), "Love Boat", "Fantasy Island: Druids" (beide 1981), "Nina" (1982), "Lily in Love" (1983), "Niemand weint für immer", "Coconuts", "Verheiratet mit einem Star" (alle 1984), "Jenny's War" (1985), "Chefarzt Dr. Westphall", "Anastasia", "Adventures Beyond Belief", "Der Stein des Todes" (alle 1986), "Severed Ties" (1992), "Schauplatz der Geschichte: Hollywood" (1994), "Alles nur Tarnung" (1996), "Ein Königreich für ein Lama" (Stimme), "Flashback - Mörderische Ferien" (beide 2000), "Das Leben ist zu lang" (2010).

Zur Filmografie von Elke Schletz
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