Burg Eulenstein ist das zu Hause eines kleinen Gespensts, das tagsüber in einer Truhe auf dem Dachboden schläft und nachts durch die alten Gemäuer spukt. Sein größter Wunsch jedoch ist, sich einmal bei Tag alles anzuschauen. Doch es weiß nicht, wie es das anstellen soll. Und auch sein einziger Freund Uhu Schuhu hat keine Ahnung. Als aber eine Schulklasse eine Nachtwanderung durch die Burg unternimmt, trifft das Gespenst auf den jungen Karl. Die Begegnung hat Folgen. Denn als das Gespenst nach dem Schlafen erwacht, ist es nicht Mitternacht, sondern heller Mittag. Von Sonnenstrahlen schwarz gefärbt, versetzt das kleine Gespenst alle in Angst und Schrecken. Nur Karl und dessen Freunde wissen, dass der Schreck eigentlich ganz harmlos ist ...

Diese Mischung aus Real- und Animationsfilm von Regisseur Alain Gsponer negiert leider größtenteils den Charme der Vorlage (den etwa noch Curt Lindas Zeichentrickfilm von Das kleine Gespenst hatte) des im Februar 2013 verstorbenen Otfried Preußler. Auch wenn die Geschichte halbwegs beibehalten wurde, will sie nicht wirklich greifen. Vieles wirkt zu künstlich, zu aufgesetzt, zu fantasielos. Dennoch dürfte ein junges, medial nicht zu verdorbenes Publikum das betuliche Werk ganz amüsant finden.



Foto: Universum