Der Schriftsteller Rory Jansen versucht schon seit geraumer Zeit, seinen Roman zu veröffentlichen, erhält von den Publizisten aber stets nur wohlwollende Ablehnung. Dann entdeckt er in einer alten Aktentasche, die ihm seine ihn liebende Frau Dora in einem Trödelladen in Paris gekauft hat, ein Romanmanuskript, dass ihn sofort umhaut. Als er den fremden Roman Wort für Wort in seinen Computer eingibt, wird das Ganze zum Selbstläufer. Dora findet die Geschichte brillant, ebenso wie ein Verleger. So erhält Rory endlich jene Aufmerksamkeit, die er sich so lange erträumt hatte. Schnell als Erfolgsautor gefeiert, taucht aber plötzlich ein Mann auf, der jene erfolgreiche Geschichte tatsächlich geschrieben hat ...

Wem die Geschichte bekannt vorkommt, der täuscht sich nicht. Denn tatsächlich hat man hier mehr als offensichtlich große Teile von Martin Suters "Lila, Lila" schlichtweg geklaut. Doch darauf findet sich nicht der geringste Hinweis. So wundert es nicht, dass Suter gegen Brian Klugmans und Lee Sternthals Version eine Plagiatsklage eingereicht hat. War schon die deutsche Verfilmung von Suters Roman nicht gelungen, so ist auch dies schlichtweg ein Langeweiler, bei dem zu viele Dinge einfach nicht stimmen und der Zuschauer die meisten Sequenzen über das Leben eines verkannten Schriftstellers ähnlich schon hundertfach gesehen hat. Da nützten auch die namhaften Darsteller wenig. Dennoch: in den USA spielte das Werk bereits nach wenigen Tagen seine Produktionskosten von rund sechs Millionen Dollar ein.



Foto: Jonathan Wenk