Jannes ist ein unverbesserliches Berliner Original. Mit Charme und Schnauze schwingt er in einem herunter gekommenen Hinterhof das Zepter. Die Bewohner der "Potze" 117 sind ein multikulturelles Sammelsurium schräger, liebenswerter Figuren, wie sie nur in einem baufälligen Berliner Mietshaus zu finden sind. Jannes träumt seit seiner Kindheit von einem Ausflug zum Oktoberfest nach München. Er hat eine Videosammlung aller Oktoberfestanstiche der letzten 20 Jahre, und wenn es ganz dicke kommt im Leben - zum Beispiel, wenn seine Ex-Frau Rita, vor der er sich einst aus dem Osten über die Mauer gerettet hat, ihn mit alten Schuldscheinen verfolgt -, macht er sprichwörtlich die "Schotten dicht" und widmet sich seinen Videofilmen. Trösten darf ihn dann nur Hilde, die Besitzerin einer Wäscherei mit inoffizieller Stehkneipe im Vorderhaus, die ihm immer wieder aus dem Schlamassel hilft. Sie hofft, dass er irgendwann bemerkt, dass sie die richtige Partie für ihn wäre und nicht die aufgemotzte Hausverwalterin, die ihn nur als willige und billige Arbeitskraft ausnutzt. Das Happy End kommt nicht unerwartet, aber unverhofft, und die lang ersehnte Reise zum Oktoberfest scheint endlich Wirklichkeit zu werden.