Der Großrancher Charlie Anderson führt im Jahre 1863 mit seiner Familie ein beschauliches Leben in Virginia. Mit aller Macht versucht der Vater seine Söhne aus dem tobenden Bürgerkrieg herauszuhalten. Mehr und mehr überrollen jedoch die Ereignisse den gutmütigen Landbesitzer. Tochter Jannie verliebt sich in Sam, einen Offizier der Südstaaten-Armee. Robert, Charlies jüngster Sohn, wird fälschlicherweise für ein Südstaaten-Soldat gehalten, von einem Trupp Unions-Soldaten gefangen genommen und verschleppt. Jetzt macht sich der Vater auf, den Jungen zu suchen. Doch die Suche nach dem verlorenen Sohn wird zu einer Odyssee der Erniedrigungen ...

Nach John Ford und Anthony Mann war Andrew V. McLaglen (geb. 1920) der dritte und letzte Regisseur, mit dem James Stewart eine Reihe von Western drehte. Viermal stand er für den Sohn des John-Ford-Protagonisten Victor McLaglen vor der Kamera. Es folgten "Rancho River" (1965), "Bandolero" (1967) und schließlich "Die Gnadenlosen" (1971). McLaglen inszenierte den dramatischen Bürgerkriegs-Western mit pazifistischen Tendenzen ganz in der Tradition der John-Ford-Western. Schließlich hatte er auch bei diesem sein Handwerk erlernt. Dank der hervorragenden Besetzung, der grandiosen Kamera (W.H. Clothier) und der mitunter bitteren Kriegsanklage hat das Werk enorm hohen Unterhaltungswert.

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