Mexiko, 1920: Die zwei heruntergekommenen Amerikaner Dobbs (Humphrey Bogart, Foto l.) und Curtain sind in einem staubigen Kaff gestrandet. Durch Betteln und Gelegenheitsarbeiten halten sie sich über Wasser. Als der Abenteurer Howard ihnen von Goldvorkommen in der Sierra Madre erzählt, ist es mit der Ruhe vorbei. Die drei kaufen sich eine Goldgräber-Ausrüstung und ziehen zusammen in die Berge. Sie werden auch tatsächlich fündig. Doch das Gold treibt einen Keil zwischen die Männer...

"Der Schatz der Sierra Madre" nach einer Vorlage von B. Traven zählt zu den großen Klassikern der Filmgeschichte. Mustergültig zeigt John Huston, wie Gold als Dünger für Missgunst, Gier und Neid funktioniert. Für die Familie Huston war der Film ohnhin ein Riesenerfolg: Walter Huston, Vater des Regisseurs, zeigt hier eine herausragende Leistung. Der Lohn: ein Oscar. Sein Sohn erhielt deren gleich zwei, für Regie und Buch. Walter wie John erhielten zusätzlich je einen Golden Globe. Peinlich ist übrigens, dass im deutschen Vorspanntitel Humphrey Bogart falsch geschrieben ist (mit "d" nämlich).

Foto: WDR/Degeto