Der alternde Henry Tawes ist Sheriff in einer Kleinstadt irgendwo in Tennessee. In der Beziehung zu der jungen Alma McCain scheint er nach Jahren wieder ein Lebensziel gefunden zu haben. Doch zu spät erkennt er, dass er einer Täuschung erlegen ist und sich sein Leben in einer Welt der Vorurteile und Zukunftslosigkeit nicht ändern wird.

Das ruhig erzählte, hervorragend gespielte Psychodrama im Western-Ambiente von Polit-Thriller-Spezialist John Frankenheimer zeichnet ein entlarvendes Bild der US-Südstaaten. Besonders Gregory Peck gibt hier eine Paradevorstellung seiner Schauspielkunst als alternder Mann, der durch die Beziehung zu einer jungen Frau noch einmal neuen Lebensmut schöpft. An seiner Seite spielt die seinerzeit 27-jährige Tuesday Weld, die von ihrer Mutter schon als Kind als Model und zum Hollywood-Kinderstar aufgebaut wurde und später in Filmen wie "Dreckige Hunde", "Der Einzelgänger" und "Es war einmal in Amerika" zu sehen war. "Der Sheriff" basiert auf dem Roman "An Exile" von Madison Jones, die ausgezeichnete Musik steuerte Country-Ikone Johnny Cash bei.

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